
BreMoor
Ertragserfassung von Dauergrünland auf Bremer Niedermoorstandorten unter klimaschutzorientierten, zukunftsfähigen Bewirtschaftungsformen in der Rinderhaltung

Ausgangslage
Große Teile der landwirtschaftlichen Flächen in Bremen liegen auf Niedermoorflächen. Die vorwiegende Nutzung ist hier das Dauergrünland mit Weide- und Schnittnutzung. Aktuell werden auf Flächen, mit unterschiedlich mächtig überdeckten Niedermoorflächen und nicht überdeckten Niedermoorflächen, Untersuchungen zur Emittierung von Treibhausgasen zu unterschiedlichen Wasserständen und Düngemengen durchgeführt.
Ziel des Projektes
Um zu eruieren, ob und wie sich die Qualität und Quantität des Grünlands durch die Maßnahmen ändert, sollen auf drei Bremer Praxisflächen Ertragserfassungen mit Futterqualitäten gemessen und bewertet werden. Diese sollen durch variantenscharfe Vegetationskartierungen, für die Futterwertanalyse und die Feuchtezahl eines Graslandes, ergänzt werden. Darüber hinaus muss berücksichtig werden, dass die Vegetation im Grünland durch Witterungseinflüsse und die Versuchsbedingungen (Grabeneinstau), einem stetigen Wandel und dynamischen Prozessen unterliegt.
Projektdurchführung
- Ertragserfassungen
Um aussagefähige Daten zum Ertrag und zur Qualität zu generieren, ist es erforderlich, möglichst unmittelbar vor dem eigentlichen Ernteschnitt durch die Landwirtinnen und Landwirte, Probeschnitte zu nehmen. - Futterqualität
Die Frischgrasproben werden mittels Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) auf ihre Inhaltsstoffe bei der LUFA Nord-West untersucht. Der Futterwert gibt Auskunft über die Futterqualität des Aufwuchses. Je höher der Futterwert desto wertvoller das Mahdgut für die landwirtschaftliche Nutzung. - Vegetationskartierung
Für die Einordnung der ökologischen Wertzahlen (Futterwert und Feuchtezahl) werden in allen Varianten die vegetationskundlichen Gesamtaufnahmen nach der dmse-Scala durchgeführt.
Die vegetationskundlichen Erstaufnahmen werden im Frühjahr 2026 vor der ersten Schnittnutzung durchgeführt. Das Thema Öffentlichkeitsarbeit wird über witterungsfeste Feldschilder und Flyer einen wesentlichen Inhalt in dem Projekt bekommen.
Kontakt


Felicitas Kaemena
Stellv. Leiterin Fachbereich Grünland und Futterbau

Peter Gatersleben
Grünlandwirtschaft und Rinderhaltung