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MuD GLAKTIV

Standort- und klimaangepasste, zukunftsfähige Grünlandwirtschaft (Modellregion Nord-West)

Beginn: 18.12.2025 / Ende: 31.12.2028

Milchviehweide
Mit dem Projekt soll gezeigt werden, dass dass eine abgestufte, multifunktionale und gegen über dem Klimawandel resiliente Grünlandbewirtschaftung in der Praxis umsetzbar und ökonomisch tragfähig ist.Gerd Lange

Ausgangslage
Mit intensiver Grünlandnutzung zur Unterstützung steigender Milchleistungen sind deutliche pflanzensoziologische Veränderungen und eine floristische Verarmung eingetreten. Zahlreiche Studien belegen, dass eine Extensivierung positive Effekte auf die Biodiversitat haben kann. Abgestufte Grünlandnutzung und innerbetriebliche Extensivierung potenziell geeigneter Standorte werden aber zu wenig praktiziert, denn:

  • der Futterwert nimmt mit zunehmender Entwicklung grundsätzlich ab,
  • in der Milchviehhaltung besteht kein Bedarf für spät genutztes Gras (Heuprodukte),
  • Arbeitsspitzen sollen sich auf wenige Schnitttermine im Jahr konzentrieren,
  • die maschinelle Schlagkraft ermöglicht eine kurzzeitige Ernte aller Grünlandflächen,
  • Lohnunternehmen konzentrieren sich auf wenige Verfahrensketten und Erntetermine und um abgestufte Systeme selbst zu erhalten, sind in landwirtschaftlichen Betrieben keine entsprechenden Kapazitäten (z.B. Eigenmechanisierung) vorhanden.

Ziel des Projektes
Das Vorhaben richtet sich auf den Erhalt und die nachhaltige Nutzung des Dauergrünlands als tragende Säule der Futterversorgung von Wiederkäuern und als Träger zentraler Ökosystemleistungen, dazu werden verschiedene Methoden angewandt:

  • Erarbeitung und Erprobung innovativer Bewirtschaftungskonzepte
  • Demonstration ökonomisch tragfähiger Lösungen für VE-Betriebe  
  • Erkenntnisse und Erfahrungen in Landwirtschaft bekannt machen

Projektdurchführung
Übernahme der Regionalkoordination Nord-West und damit

  • Auswahl und vertragliche Bindung der Demonstrationsbetriebe,
  • Auswahl und Betreuung von Vergleichsflächen zu ökologischer, ökonomischer, futterbaulicher Wirkungen und Prüfung alternativer Verwertungswege,
  • Regionale Wissenstransferformate (Hoftage, Feldtage, Schulungen) und die Entwicklung eines Konzeptes zur Verstetigung des Wissenstransfers über die Vorhabenlaufzeit hinaus. 

Kontakt

Dr. Ralf Kosch

Dr. Ralf Kosch

Leiter Fachbereich Grünland und Futterbau

ralf.kosch~lwk-niedersachsen.de

Dipl.-Ing. agr.
Gerd Lange

Berater Grünland und Naturschutzprogramme

gerd.lange~lwk-niedersachsen.de

Beiträge aus dem Projekt-Blog

19.02.2026

Dauergrünland ist und bleibt das wichtigste Produktionsmittel in der Milchviehhaltung. In dem Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) GLAKTIV werden betriebsindividuelle Konzepte für eine optimierte, standort- und klimaangepasste Grünlandwirtschaft erarbeitet und erprobt.

 

GLAKTIV Logo
GLAKTIV LogoJulius Kühn-Institut (JKI)
Milchviehbetriebe, die auch in Zukunft noch melken wollen, wissen: 
Dauergrünland ist und bleibt das wichtigste Produktionsmittel in der Milchviehhaltung. 
Als Proteinlieferant und Grundfutterquelle in der Rinderhaltung, aber auch für den Erhalt unserer Kulturlandschaft mit seinen vielfältigen Leistungen für den Umwelt- und Klimaschutz ist Dauergrünland in Nordwestdeutschland unersetzlich. Die Verantwortung der Milchviehbetriebe in Nordwestdeutschland kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dies soll durch ein Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) GLAKTIV mit finanziellen Mitteln des BMLEH gefördert und bekannt gemacht werden.

 

 

Weidenutzung
WeidenutzungGerd Lange

In dem Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) GLAKTIV werden betriebsindividuelle Konzepte für eine optimierte, standort- und klimaangepasste Grünlandwirtschaft erarbeitet und erprobt. Eine vorhandene oder zu erprobende Abstufung der Nutzungsintensität soll Zielkonflikte zwischen Ertrags- und Qualitätsoptimierung, Futterwert und Ökosystemleistungen berücksichtigen, um geeignete Lösungskonzepte vorzustellen und bekannt zu machen.
 

 


Schnittnutzung
SchnittnutzungGerd Lange
Die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen ist als Regionalkoordination für die Betreuung und Begleitung von Demonstrationsbetrieben in der Modellregion Nord-West (Teilvorhaben) zuständig. Die Region Nord-West umfasst die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie Bremen, Hamburg und nördliche Landesteile von Nordrhein-Westfalen. Hierzu werden geeignete Milchviehbetriebe mit abgestufter Grünlandnutzung gesucht, die Interesse haben, in dem Projekt GLAKTIV mitzuarbeiten indem sie bereit sind, Maßnahmen der Grünlandbewirtschaftung in Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer zu erarbeiten und
Artenvielfalt
ArtenvielfaltGerd Lange
auszuwerten sowie neuartige Entscheidungshilfen zu erproben, sofern diese betriebswirtschaftlich vertretbar sind. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer bei der Durchführung von Vor-Ort-Demonstrationen, Feldbegehungen und Hofseminaren wird dabei vorausgesetzt. Interessierte können sich noch bis 31. März 2026 bewerben und dafür den direkten Kontakt zum Fachbereich Grünland und Futterbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nutzen: telefonisch (0441 801- 421) oder per e-mail (FB3.11@lwk-niedersachsen.de).
BMLEH Kombilogo
BMLEH KombilogoGerd Lange