Bezirksstelle Osnabrück

Wildkräuter – erkennen, sammeln und verwenden

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Das Sammeln und Verwenden von Wildkräutern liegt voll im Trend. Löwenzahn, Brennnessel & Co. feiern gerade ein Comeback. Dabei wachsen viele Kräuter und Wildpflanzen direkt vor unserer Haustür – oft unbeachtet oder sogar abfällig als „Unkraut“ bezeichnet. Zu Unrecht: Wildkräuter sind nicht nur schmackhaft, sondern auch heilkräftig, insektenfreundlich und lassen sich ganz einfach in den täglichen Speiseplan integrieren.

Besonders das zeitige Frühjahr lädt zum Sammeln ein. Die jungen Triebe und Blätter stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und sind geschmacklich besonders zart.

Was sind Wildkräuter eigentlich?

Kräuter
Kräutercongerdesign / pixabay.com
Als Wildkräuter bezeichnet man Pflanzen, die ohne menschliches Zutun wachsen. Im Gegensatz zu kultivierten Kräutern wie Petersilie oder Basilikum sind sie optimal an ihren natürlichen Standort angepasst und dadurch besonders robust. Diese ursprüngliche Lebensweise verleiht ihnen ein intensives Aroma und sorgt dafür, dass sie häufig ein Vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen enthalten. Wildkräuter müssen nicht angebaut werden – wir können sie achtsam und bewusst direkt in der Natur sammeln.

Was ist beim Sammeln zu beachten?

Grundsätzlich gilt: Nur sammeln, was sicher erkannt wird – und nur so viel, wie tatsächlich benötigt wird. Die Natur bringt auch hochgiftige Pflanzen hervor. So können etwa die Herbstzeitlose mit ihrem giftigen Colchicin oder das Maiglöckchen aufgrund ähnlicher Blattformen leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Auch die feinblättrige Hundspetersilie ist giftig und ähnelt Giersch oder glatter Petersilie – ein Grund, warum in vielen Gärten lieber krause Petersilie angebaut wird.

Außerdem sollten Wildkräuter nicht direkt an Wegrändern oder stark belasteten Flächen geerntet werden, um möglichst saubere und unbelastete Pflanzen zu sammeln. Wer sich mit den Pflanzen vertraut macht, kann danach unbeschwert und mit Freude sammeln.

Wildkräuter – kleine Pflanzen mit großer Wirkung

Wussten Sie schon …

Essbare Wildkräuter
Essbare Wildkräutercongerdesign / pixabay.com
… dass Brennnesseln wahre Kraftpakete sind? Sie enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe sowie viel Eisen und Chlorophyll. Dadurch wirken sie blutreinigend und vitalisierend. Zudem liefern die Blätter wertvolles Eiweiß – 100 Gramm decken etwa 12 % des täglichen Proteinbedarfs. Brennnesseln werden auch zur Unterstützung des Stoffwechsels geschätzt und lassen sich vielseitig verwenden, etwa als Smoothie, Tee oder Suppe.

… dass Giersch, oft als lästiges Gartenunkraut verschrien, eine wertvolle Heilpflanze ist? Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und entkrampfend. Besonders bemerkenswert ist sein hoher Vitamin-C-Gehalt: 100 Gramm Giersch decken den Tagesbedarf und enthalten deutlich mehr Vitamin C als ein Kopfsalat. Auch in puncto Proteingehalt übertrifft Giersch den klassischen Spinat um ein Vielfaches. Ob als Gierschspinat, kombiniert mit Spinat, im Pesto oder im Salat – die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.

… dass Gundermann ein vielseitiges Heilkraut ist, das bei Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen unterstützend wirken kann? Besonders einfach ist die Verwendung als Tee, aber auch mit Schokolade überzogen ist Gundermann eine echte Delikatesse. Statt sich über ihn im Rasen zu ärgern, kann man im Sommer einen Kranz daraus binden und sich an seinen zarten Blüten erfreuen.

Zusammenfassung

Kräuterwanderung
WildkräuterwanderungChristiane Rehkamp
Wildkräuter zu sammeln ist ein Erlebnis: das leuchtende Grün im Frühling, das würzige Aroma im Sommer, die Vielfalt bis in den Herbst. Doch es braucht Wissen, um sicher zu erkennen, nachhaltig zu ernten und die Kräfte der Pflanzen richtig zu nutzen. Genau hier setzt unser Seminar an. Es öffnet die Tür zu einer Welt, die direkt vor unserer Haustür liegt: Wildkräutern auf der Spur – Grundkurs zur Kräuterexpertin.

Unsere fünfteilige Seminarreihe ist als Bildungsurlaub nach dem Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz (NBildUG) anerkannt und wird an den Bezirksstellen Osnabrück sowie Oldenburg-Nord angeboten. Für nähere Informationen klicken Sie direkt auf die gewünschte Veranstaltung. 
 

📅 27.03.2026 bis 05.06.2026                               📅 08.04.2026 bis 27.05.2026 
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