Bezirksstelle Osnabrück

Raps braucht mehr als nur Stickstoff

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Unter günstigen Witterungsverhältnissen besitzt Raps ein hohes Ertragspotential. Dieses wurde in den vergangenen Jahren nicht immer unter Beweis gestellt. Um hohe Erträge produzieren zu können, benötigt die gelbblühende Winterkultur im Vergleich zu anderen Ackerkulturen verhältnismäßig früh im Jahr ihre Nährstoffe. Im Folgenden ist beschrieben, wie Sie ihre Rapsbestände im Frühjahr optimal versorgen.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) hat am 21.01.26 den Vollzug, somit Kontrolle und Sanktionierung, der zusätzlichen Auflagen zur Düngung in Nitratbelasteten und Eutrophierten Gebieten bis auf weiteres ausgesetzt. Auswirkungen auf die bisherige pflanzenbauliche Düngungsempfehlung bei Winterraps entstehen dadurch nicht, da auch in der Vergangenheit die Empfehlung bestand den Düngebedarf dieser Kultur in den roten Gebieten weitestgehend abzudecken und den reduzierten Düngebedarf innerhalb der eigenen Flächen im Roten Gebiet auf Kulturen zu verschieben, die auf eine reduzierte Düngung weniger stark reagieren, wie z.B. Zuckerrüben, Mais.

Nährstoffversorgung

Winterraps im Februar
Raps benötigt verhältnismäßig früh im Jahr NährstoffeYvonne Konersmann

Bei geringen Niederschlagsmengen über die Herbst- und Wintermonate ist es zu vergleichsweise geringen Nährstoffverlagerungen von z.B. Stickstoff, Kalium, Magnesium, Schwefel, u.a. gekommen. Da die Düngeverordnung ausschließlich Stickstoff- und Phosphor im Fokus hat, sollten aber auch die anderen Makronährstoffe nicht vernachlässigt werden.

Insbesondere auf leicht unterversorgten Flächen der Bodengehaltsklassen A und B, sowie auf verlagerungsgefährdeten Standorten ist die Sicherstellung der Kalium- und Magnesium-Versorgung mit bedarfsgerechten Mengen wichtig (s. Tabelle 1). Bei der P-Düngung ist zu Raps in der Regel kein direkter Zusammenhang von der Düngung zum Ertrag herzustellen. Hier kann es auf Standorten mit geringen bis mittleren P-Gehalten oder mit sehr hohen/ sehr niedrigen pH-Werten aber sinnvoll sein, die z.B. bei Wassersättigung verminderte Nährstoffaufnahme durch eine geringe P-Düngung mit wasserlöslichen Phosphordüngern zu kompensieren und so kurzfristig die Konzentration des Nährstoffs P in der nahen Wurzelumgebung zu erhöhen.

Grunddüngungsempfehlungen

Die Grunddüngungsempfehlungen basieren in der anzustrebenden Gehaltsklasse C auf dem Entzug (Erntegut + Erntereste), der durch die Kultur erfolgt. Eine Düngung unterhalb des Entzuges über einen längeren Zeitraum führt zu einer Verminderung der Bodengehalte, d.h. der Boden sinkt in der Gehaltsklasse ab. Langfristig kann eine Verringerung der Bodengehalte die Empfindlichkeit gegenüber Stresssituationen erhöhen. Dies bedeutet, dass auch die Nutzungseffizienz anderer Nährstoffe, insbesondere Stickstoff, abnimmt.

Die Grundlage der Berechnung des Grunddüngebedarfs stellt immer die Bodenanalyse dar. Die in Tabelle 1 für Raps aufgeführten Nährstoffmengen (Grunddünger ohne Stickstoff) basieren auf einem mittleren Ertrag von 30 dt/ha (Sand) und 35 dt/ha (andere Böden) und auf der Annahme, dass die Ernterückstände der Vorfrucht abgefahren werden. In der Praxis werden auch höhere Erträge erreicht. Hier sollten die in der folgenden Tabelle aufgeführten Zuschläge für Phosphor und Kali bei höheren Durchschnittserträgen berücksichtigt werden. Verbleibt das Getreidestroh der Vorfrucht auf dem Feld, sind die enthaltenden Nährstoffe ebenfalls mit anzusetzen. Kommen Wirtschaftsdünger zum Einsatz, können die enthaltenden P-, K-, und Mg-Mengen voll angerechnet werden, wobei gerade P in großen Teilen organisch gebunden vorliegt und erst im Laufe der Vegetation verfügbar wird. Auf leichten Sand- und Moorböden ist das Bindevermögen für Kalium so gering, dass anzunehmen ist, dass Teile des Kaliums, das nicht organisch gebunden vorliegt, über Winter verlagert werden.

Stickstoffdüngebedarf

Ausgangspunkt für die Ermittlung des N-Düngebedarfs ist ein bundeseinheitlicher kulturspezifischer N-Bedarfswert, der in Abhängigkeit vom Ertragsniveau festgesetzt wurde. (Ertragsniveau: Betriebsdurchschnitt der letzten 5 Jahre). Bei Raps beträgt dieser Wert bei einem mittleren Ertragsniveau von 40 dt/ha 200 kg N/ha. Korrekturen aufgrund eines abweichenden Ertragsniveaus sind wie in der Tabelle 4 beschrieben zu kalkulieren.

Zur Ermittlung des N-Düngebedarfs muss der zu Vegetationsbeginn im Boden vorhandene Stickstoffvorrat (Nmin) auf einer Tiefe von 0-90 cm berücksichtigt und vom Bedarfswert abgezogen werden. Statt eigener Untersuchungen von der jeweiligen Fläche oder Bewirtschaftungseinheit können aktuell sowohl in „Grünen Gebieten“ als auch in „Roten Gebieten“ die veröffentlichten Nmin-Mittelwerte der LWK Niedersachsen genutzt werden. Diese müssen seit 2025 im weiteren Vegetationsverlauf nicht noch einmal aktualisiert werden, sondern haben für das jeweilige Jahr (2026) Bestand. Eigene Nmin-Werte beschreiben die vorliegenden verfügbaren Stickstoffmengen immer am besten. Vor Allem aus wirtschaftlicher Sicht ist es in diesem Jahr mit hohen und evtl. noch steigenden Stickstoffdüngerpreisen überlegenswert, eigene Flächen auf Nmin untersuchen zu lassen, um evtl. N-haltige Dünger einsparen zu können.

Für im Vorjahr auf der Fläche ausgebrachte organische Düngemittel ist eine Nachlieferung in Höhe von 10% der mit diesen Düngemitteln ausgebrachten Gesamt-N-Menge in Abzug zu bringen. Auch eine etwaige Herbstdüngung muss im folgenden Jahr mit der Mindestanrechenbarkeit, bzw. dem Ammoniumgehalt des organischen Düngers abgezogen werden.

Ebenfalls gibt es für humusreiche Böden mit einem Humusgehalt >4 % zusätzlich einen Abschlag von 20 kg N/ha für die zu erwartende hohe N-Nachlieferung. Dies betrifft Böden der Humusklassen h, sh, a oder H aber nicht (h) gemäß Bodenuntersuchung.

Des Weiteren sind je nach Vor- oder Zwischenfrucht Abschläge vom Bedarfswert zu berücksichtigen.

Errechnet wird eine standortspezifische, verbindliche N-Düngeobergrenze, die nicht überschritten werden darf. Die Herleitung dieses Wertes muss dokumentiert, in ENNI gemeldet und sieben Jahre aufbewahrt werden.

Bei den aufgeführten Empfehlungen wurde ein Stickstoffbodenvorrat (Nmin) von 27-36 kg/ha N aus den veröffentlichten Durchschnittlichen Nmin-Richtwerten für die Düngebedarfsermittlung 2026 unterstellt, ebenso, dass im Vorjahr zur Vorfrucht mit organischer Düngung (100 kg/ha Gesamt-N) gearbeitet wurde. Liegen eigene Nmin-Ergebnisse vor, so sind die Düngeempfehlungen entsprechend anzupassen.

Überdurchschnittlich entwickelte Bestände haben höhere N-Mengen bereits im Herbst aufgenommen, sodass die N-Düngung in üppigen Beständen um 10 – 20 kg N/ha reduziert werden kann.

Aktuelle Bestandsentwicklung

Die Vermehrung von Hybridraps erfolgt in Einzelkornsaat
Winterrapsbestände zeigen sich aktuell vielerorts gut entwickeltWilli Thiel

Aktuell präsentieren sich viele Winterrapsbestände gut entwickelt, aber gegenüber der Herbstentwicklung tlw. deutlich zurückgesetzt. Die Auswirkung der langen Frostphase bleibt aktuell noch abzuwarten. Entgegen dem Herbst 2024 konnten die Aussaaten 2025 unter guten Bedingungen stattfinden. Außerdem haben die Bestände auch nicht wie im Vorjahr unter den enormen Niederschlägen gelitten, sodass die Bestände bis kurz vor Weihnachten eine ausreichende Vorwinterentwicklung erreichen konnten. Vor den stärkeren Frösten im Dezember und Januar wurden die jungen Pflanzen vielfach durch eine Schneeschicht geschützt, sodass auch hierdurch kein Schaden zu erwarten ist. Dennoch gibt es aufgrund von späteren Aussaatterminen unterschiedlich weit entwickelte Bestände. Hieraus ergibt sich, dass die N-Verteilung auf die unterschiedlichsten Bestandesentwicklungen angepasst werden sollte. Bei nun abschmelzenden Schneeschichten und nur leichten Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt sind aktuell keine weiteren Kahlfröste zu erwarten, sodass bei steigenden Temperaturen mit einer guten Ausgangssituation der Rapsbestände zu rechnen ist.

Düngergabe im Frühjahr 

Sobald die Befahrbarkeit und Aufnahmefähigkeit der Böden (nicht gefroren, nicht schneebedeckt und nicht überschwemmt oder wassergesättigt) gegeben ist, sollte eine Andüngung erfolgen, da das Wachstum beim Raps sehr zeitig und bereits bei niedrigen Bodentemperaturen einsetzt. Eine frühe N- und S-Startgabe regt das Wachstum der Pflanzen an. In der frühen Streckungsphase liegt dann der optimale Termin für die zweite Düngergabe. Mit Beginn des Schossens endet die Anlage von Ertragsorganen. Eine frühe und hohe Startgabe ist daher umso wichtiger, je schwächer der Raps entwickelt ist bzw. je mehr Blattmasse der Raps verloren hat.

Üppig entwickelter Raps kann sich zum eigentlichen Vegetationsbeginn bereits im Übergang in die Streckungsphase befinden. Der Vegetationspunkt ist dabei etwas abgehoben – prüfen Sie dies durch ein Aufschneiden einiger repräsentativer Pflanzen! In dieser Entwicklungsphase ist die Frostresistenz deutlich herabgesetzt, sodass ein erhöhtes Auswinterungsrisiko besteht, wenn es dann noch zu stärkeren Wechselfrösten kommt. Durch eine sehr frühe Andüngung, insbesondere mit nitrathaltigen Düngern, wird das Wachstum angeregt, wodurch die Empfindlichkeit gegenüber Spätfrösten steigt.

Bei einem sich abzeichnenden späteren Vegetationsbeginn auf schwereren Böden (besonders in der Marsch und in den Höhenlagen) und bei verhaltener Bestandesentwicklung könnte im Raps die erste und zweite N-Gabe zusammengefasst werden. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn vor Mitte März kein Dünger ausgebracht werden konnte oder der Standort häufig zu Frühjahrstrockenheit neigt.

Im Mittel der Jahre bestehen zwischen den Formen der eingesetzten N-Dünger keine Unterschiede, nur bei schwach entwickelten Rapspflanzen und spätem Vegetationsbeginn können nitrathaltige Düngemittel vorteilhaft sein.

Organische Düngung

Raps ist in der Lage, im Herbst eingesetzte organische Dünger gut zu verwerten. Im Frühjahr können organische Dünger vom Raps weniger optimal genutzt werden, da der organisch gebundene Stickstoff oft zu spät und somit erst nach dem Hauptnährstoffbedarf des Rapses verfügbar wird. Nur in wenigen Ausnahmefällen können, je nach Standort und Düngerart, die in der Düngeverordnung anzurechnenden Werte von z. B. 70 % bei Schweinegülle und 60 % bei Rindergülle und Gärresten des Gesamtstickstoffgehalts erzielt werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch oft gering, insbesondere wenn keine frühzeitige Düngung möglich ist. Von einer organischen Düngung, die aus Gründen der Befahrbarkeit oder Aufnahmefähigkeit der Böden erst ab Ende Februar erfolgen kann, ist daher abzuraten. Zudem sollte der Anteil der organischen Düngung zu Raps nur begrenzt ausfallen oder effektiver in anderen Kulturen eingesetzt werden. Eine Kombination mit schneller wirksamen mineralischen Düngern ist in der Regel immer notwendig. Je später die Organik gefahren werden kann, desto eher ist eine mineralische Düngung essentiell. Unbedingt beachtet werden sollte, dass die Breite der Ausbringungstechnik dem angelegten Fahrgassensystem entspricht. Zwischenfahrten, zwischen den Fahrgassen, wie es vereinzelt im Getreide praktiziert wird (z.B. Cultan-Verfahren) sollten vermieden werden, da die jungen Rapspflanzen in den Fahrspuren oftmals Schaden nehmen und absterben.

Schwefeldüngung absichern

Eine ausreichende Schwefelversorgung ist für eine effektive Umsetzung des Stickstoffs erforderlich. Aktuelle Ergebnisse zu Smin-Gehalten im Boden in diesem Frühjahr liegen nach dieser langen Frostphase noch nicht vor. Aufgrund des Witterungsverlaufes gehen wir von normalen, aber in Abhängigkeit der Bodenart schwankenden Smin-Gehalten aus, sodass eine Absicherung der Schwefelversorgung zu Vegetationsbeginn in Höhe von 35-40kg S/ha als Standardempfehlung weiter Bestand hat. Der auf der eigenen Fläche vorhandene Smin Gehalt kann durch eine Beprobung der Bodenschichten 0-60 cm in der Nmin Proben z.B. bei der LUFA Nord-West mit untersucht werden

Eine notwendige Schwefeldüngung kann am sichersten über schwefelhaltige Stickstoffdünger wie bspw. Piamon (33 % N + 12 % S), Ammonsulfatsalpeter (26 % N + 14 % S) oder Schwefelsaures Ammoniak (21 % N + 24 % S) erfolgen. Organische Dünger wie Gülle und Gärreste enthalten keine ausreichenden direkt verfügbaren Schwefelmengen, so dass eine mineralische Ergänzung erfolgen muss.

Kalium nicht vergessen

Nur weil in der Düngeverordnung ausschließlich Stickstoff und Phosphor geregelt sind und somit andere Nährstoffe weniger im Vordergrund stehen, sollte die Kaliumdüngung nicht aus den Augen verloren werden. Wie in der Tabelle 1 dargestellt hat Winterraps einen hohen Kaliumbedarf, der nur selten über die Rücklieferung der Vorfrucht und der organischen Düngung gedeckt werden kann. Für eine Düngung von z.B. Kornkali (neuerdings 38 % K2O, 6 % MgO und 4,8 % S) kann auch die aktuell gute Befahrbarkeit der gefrorenen Böden genutzt werden. Die mitenthaltenen anderen Nährstoffe (Mg und S) können zu 100 % angerechnet werden. Da bei der Rapsernte über das Korn nur geringe Mengen Kalium abgefahren werden und das Rapsstroh hohe Kaliummengen beinhaltet, kann bei Verbleib der Erntereste auf der Fläche eine entsprechende Kaliumnachlieferung für die Folgekultur angenommen werden. Diese Nachlieferung ist umso höher, je schwerer und somit weniger auswaschungsgefährdet der Standort ist.

Spurennährstoffe

Bor ist für den Raps als Spurenelement von besonderer Bedeutung, weil dieser Nährstoff von der Pflanze für die Befruchtung der Blüten und Ausbildung der Körner benötigt wird. Bormangel tritt, je nach Bodenversorgung, in Trockenphasen vorzugsweise bei hohen pH-Werten und höheren Humusgehalten auf. Bei langen Nässephasen kann das als Borsäure vorliegende Bor darüber hinaus verlagert werden. Bei Versorgungsstufe C sollten dem Raps ca. 300 - 350 g/ha Bor auf Sandböden bzw. ca. 350 - 450 g/ha Bor auf schweren Böden zur Verfügung gestellt werden. Bei Bedarf sollte spätestens beim Knospenansatz Bor als Blattdüngung appliziert werden. Bei hohem Borbedarf (humose Böden mit hohem pH-Wert) sind mehrere Teilgaben (Herbst, Frühjahr, Blüte) sinnvoll.

Zusätzlich sind im Frühjahr Manganblattdüngungen mit 2 - 5 kg/ha Mangansulfat, 1 - 2 l/ha Mangannitrat oder vergleichbare Mengen von Mangan-Chelat-Düngern bei Wachstumsbeginn bis spätestens zum Knospenansatz angeraten. Ein Splitting der Blattdüngergaben ist dabei sinnvoll, zum einen in der frühen Streckungsphase des Haupttriebes und zum anderen in der Blüte.

Magnesiummangel ist vorzugsweise auf leichten, sauren Böden zu beobachten. Bei Bedarf kann mit 5 – 10 kg/ha Bittersalz der Magnesiumbedarf zu Streckungsbeginn und vor bzw. in der Blüte abgesichert werden. Auf stark humosen Böden sollte auch die Kupferversorgung über 1 - 2 Blattdüngungen sichergestellt werden.

 

Kurz auf den Punkt gebracht:

  • Mit ENNI können Landwirte die Düngebedarfsermittlung durchführen. 
  • Raps reagiert stark auf eine verringerte N-Düngung.
  • Eine ausreichende Schwefelversorgung ist für eine effektive Umsetzung des Stickstoffs erforderlich.
  • Da Raps einen frühen hohen Nährstoffbedarf hat sollte die organische Düngung möglichst in anderen Kulturen erfolgen.

 

Tabelle 1: Nährstoffbedarf von Raps (kg/ha) bei mittleren Erträgen, Zuschläge bei höheren Erträgen und Nährstoffrücklieferung von Getreidestroh:

kg/ha

Gehaltsklasse

 

A

B

C

D

E

Phosphor (P2O5)

140 - 120

110 – 90

80 - 50

40 - 0

0

Kalium (K2O)

alle Böden außer Marschen

280 - 250

240 – 210

200 - 140

130 - 30

0

Kalium (K2O) Marschen

180 - 160

150 – 130

120 - 80

70 - 0

0

Magnesium (MgO)

80

60

40

20

0

Zuschläge für höhere Erträge in kg/ha je 10 dt/ha Mehrertrag

 

P2O5

K2O

40 dt/ha Sandböden (Standardertrag 30 dt/ha)

+ 10

+ 5

45 dt/ha andere Böden (Standardertrag 35 dt/ha)

Nährstoffrücklieferung von Getreidestroh vor Raps in kg/ha:

Mittlerer Anfall je ha kg/ha

P2O5

K2O

Sand, Moor

K2O

andere Böden

MgO

50 dt/ha Getreidestroh

15

40

85

10

 

Tabelle 2: Stickstoffbedarf von Winterraps nach Düngeverordnung

Kultur

(Wintersaaten)

Ertrags-

niveau

[dt/ha]

N -

Bedarfs

-wert

[kg N/ha]

Ertrags-differenz [dt/ha]

Zuschläge bei höheren Erträgen

 [kg N/ha] je 5 dt/ha Ertragsdifferenz

Abschläge bei

niedrigeren Erträgen 

[kg N/ha] je 5 dt/ha Ertragsdifferenz

Raps

40

200

5

10

15

 

Tabelle 3: Mindestabschläge für Vor- und Zwischenfrüchte

Vorfrucht

Mindest-abschlag [kg N/ha]

Grünland, Dauerbrache, Luzerne, Klee, Kleegras, Rotationsbrache mit Leguminosen

20

Rotationsbrache ohne Leguminosen, Zuckerrüben ohne Blattbergung

10

Raps, Körnerleguminosen, Kohlgemüse

10

Feldgras

10

Getreide (mit und ohne Stroh), Silomais, Körnermais, Kartoffel,

Gemüse ohne Kohlarten

0

Zwischenfrucht

 

Nichtleguminose abgefroren

0

Nichtleguminose nicht abgefroren
- im Frühjahr eingearbeitet
- im Herbst eingearbeitet

20
0

Leguminosen angefroren

10

 

Tabelle 4: Düngungsziele für die Startgabe zu Raps – Frühjahr 2026 Beispiele

Bodenart

Sand-

böden

Lehm-

böden

Schwere

Marsch

Anmoor,

Moor

S/Sl

sL, uL

lT, uT

Mo

5-jähriges Ertragsmittel dt/ha

35

45

45

40

Basisertrag dt/ha

40

40

40

40

N-Bedarfswert kg N/ha

200

200

200

200

Korrekturwert Ertrag kg N/ha

-15

10

10

0

Korrigierter N-Bedarfswert kg N/ha

185

210

210

200

Nmin kg N/ha

27

30

36

27

N aus Vorfrucht kg N/ha

0

0

0

0

N-Nachlieferung

humose Böden kg N/ha

0

0

0

20

N-Nachlieferung aus

org. Düngung Vorjahr kg N/ha

10

10

10

10

N-Bedarfswert kg N/ha

148

170

164

143

 

Schwacher Bestand mit 6-8 Blättern,

kleine Blätter,

oder stark zurückgefrorene Pflanzen,

oder Vergilbungen der älteren Blätter

und Andüngung erst ab 05.03. möglich

Startgabe

148

170

164

143

2. Gabe

0

0

0

0

Schwache Bestände (siehe oben),

jedoch mit rechtzeitiger Andüngung um den 15.02.

Startgabe

110

110

120

110

2. Gabe

38

60

44

33

Normal entwickelter Bestand

mit 8-10 Blätter, gleichmäßig grün

Startgabe

100

100

110

100

2. Gabe

48

70

64

43

Kräftig entwickelter Bestand

mit 10-12 Blätter, gleichmäßig grün

Startgabe

80

80

90

80

2. Gabe

68

90

74

63