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Treibhausgasbericht der Landwirtschaft in Niedersachsen

Die Landwirtschaftskammer hat im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen Treibhausgasbericht der Landwirtschaft in Niedersachsen erstellt. Die 33-seitige Broschüre gibt einen Überblick über die Treibhausgasemissionen aus der Quellgruppe Landwirtschaft in Niedersachsen von 1990 bis 2018. Zusätzlich wird die Klimaeffizienz der niedersächsischen Landwirtschaft dargestellt. Der Moorflächenbewirtschaftung in Niedersachsen widmet der Bericht ein eigenes Kapitel. 

Treibhausgasbericht
TreibhausgasberichtLWK Niedersachsen
In Niedersachsen liegen die Treibhausgasemissionen aus der Quellgruppe Landwirtschaft in 2018 mit 14,1 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente etwa auf dem gleichen Niveau wie 1990. In erster Linie handelt es sich dabei um Methan- und Lachgasemissionen, die mit ihrer Treibhausgaswirksamkeit in Kohlendioxidäquivalente umgerechnet werden. Im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2018 haben die Methanemissionen aus der Verdauung und der Wirtschaftsdüngerlagerung mit 51 % den größten Anteil an den niedersächsischen Treibhausgasemissionen der Quellgruppe Landwirtschaft ausgemacht. 45 % werden durch Lachgasemissionen verursacht, die hauptsächlich durch Stickstoffumsetzungsprozesse im Boden entstehen. Bei den verbleibenden vier Prozent handelt es sich um Kohlendioxidemissionen aus der Kalk- und Harnstoffdüngung. 
Für die Bewertung der Klimaeffizienz der Landwirtschaft werden neben der Quellgruppe Landwirtschaft zusätzliche Treibhausgasemissionen aus anderen Quellgruppen (zum Beispiel aus der Mineraldüngerherstellung, dem Energieverbrauch und den Importfuttermitteln) berücksichtigt und auf die produzierten Mengen bezogen. Gestiegen Erträge im Pflanzenbau und höhere Leistung in der Tierhaltung haben im mehrjährigen Durchschnitt zu einer Verbesserung des CO2-Fußabdrucks der erzeugten Produkte geführt. Wie stark die Landwirtschaft vom Unbilden der Witterung abhängig ist, zeigen die Ergebnisse des Jahres 2018. Der Wassermangel in der Vegetationszeit hat zu Ertragseinbußen geführt, durch die der CO2-Fußabdruck insbesondere beim Getreide und im Futterbau in 2018 größer war als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre des vorherigen Jahrhunderts.    
Die CO2-Emissionen aus Landnutzung und Landnutzungsänderung betreffend Acker- und Grünland bewegen sich in der Zeit von 1990 bis 2018 zwischen 11,5 und 11,8 Millionen Tonnen je Jahr. Sie stammen größtenteils aus der Moorflächenbewirtschaftung. Die Entwicklung und Etablierung von Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen stehen am Anfang und werden im Rahmen verschiedener Projekte erprobt.
Den vollständigen Bericht können Sie am Seitenende herunterladen.

Kontakte

Marcus Polaschegg
Ass.-Ing. agr.
Marcus Polaschegg

Leiter Fachbereich Klima, Natur, Ressourcenschutz, Biodiversität

 0511 3665 4343

  marcus.polaschegg~lwk-niedersachsen.de


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