Die Preisträger des niedersächsischen Gras- und Mais Silagewettbewerbes stehen fest. Während die Siegerehrung auf dem Grünlandtag am 05. Februar erfolgt, werden hier bereits die Ergebnisse aus dem Jahr 2025 vorgestellt und mit den Vorjahren verglichen.
Der Nährstoff- und Energiewert der Grassilagen des 1. Aufwuchses 2025 fallen gut aus. Das war nach dem Frühjahresstart im Jahr 2025 nicht wirklich zu erwarten, denn durch Trockenheit und kühle Temperaturen kam das Graswachstum nur langsam in Gang. Je nach Standort und Bodenfeuchten wurden sehr unterschiedliche Wachstumsentwicklungen auf dem Grünland beobachtet. Die Grünlandreifeprüfung verdeutlichte, dass trotz geringer Massebildung die physiologische Reife dennoch schneller voranschritt als zu erwarten war. Das führte zu dem ungewöhnlichen Phänomen, dass nahezu zeitgleich sowohl das Feldgras als auch die Gräser des Grünlandes schnittreif waren.
Das frühe Ernten war offensichtlich der Grundstein für sehr gute Futterwerte. Das belegen die Preisträger des Grassilagewettbewerbes. Hier wurde in aller Regel in der ersten Maidekade geerntet. Wenn dann noch das Handwerk des Siliermanagements in Perfektion umgesetzt wurde, war die Chance groß, auf vordere Plätze im Wettbewerbsvergleich der Grassilagequalitäten für den ersten Aufwuchs zu kommen.

Das gilt auch für die Platzierungen der Grassilagen in der Kategorie „Folgeaufwüchse“ (3. Schnitt und weitere). Leider war innerhalb dieser Kategorie die Probenzahl mit 39 Befunden gering, so dass eine vertiefende Auswertung auf Ebene des Bundeslandes nicht sinnvoll war. Die Preisträger machten mit ihren Silageproben allerdings deutlich, dass gute Grassilagequalitäten sowohl von einem 3. oder 4. oder auch 5. Grasaufwuchs möglich sind.
Von den Maissilagen wurden auf Landesebene insgesamt 103 Proben für den Silagewettbewerb eingereicht. Die Probenanzahl für den Maissilagewettbewerb liegt damit auf einem stabilen Niveau im Vergleich zu den zurückliegenden vier Jahren.
Abgesehen von der Saat unter trockenen Bedingungen und anfänglich kühlen Temperaturen konnte sich der Silomais im weiteren Verlauf des Vegetationsjahres 2025 ohne Störungen entwickeln. Nicht nur die Quantität bei Ernte fiel gut aus, wie wir von den Landessortenprüfungen und dem Praxisbetriebsnetzwerk wissen. Auch in der Qualität wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Das machen auch die Sieger des Maissilagewettbewerbes deutlich. Neben der Maximalpunktzahl (200 Punkte), die ein Landwirt aus Harburger Raum erzielte, folgten fünf Zweitplatzierte mit 195 Punkten. Das Feld der Preisträger lag hier noch enger beisammen als bereits für die Grassilagen der Frühjahresaufwüchse beschrieben. Mit den vierten und fünften Plätzen wurden im Jahr 2025 immer noch sehr hohe Punktzahlen erzielt, die in anderen Jahren zum Siegpreis genügt haben. Ein Grund, auch diese Landwirte mit zu benennen!
Im Jahr 2025 gelang es vor allem Landwirten aus der nordöstlichen Klimaregion, auf ganz vordere Plätze zu kommen.
Prinzipiell bleibt festzuhalten: nur wer teilnimmt, kann gewinnen und natürlich mehr über den Gebrauchswert seines Grundfutters erfahren. Merken Sie sich schon jetzt die Teilnahme für das Jahr 2026 vor.
An dieser Stelle gilt den Preisstiftern mit ihren wertvollen Gutscheinen unser besonderer Dank für ihre Unterstützung.
Welchen Platz Sie erreicht haben, können Sie anhand Ihrer LUFA-Analysennummer den Dateien für Gras (1. Und 2. Schnitt), Gras Folgeaufwüchse und Maissilagen entnehmen.




















