Landwirtschaft und Wasserschutz gemeinsam weiterdenken
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Stand: 17.06.2026
Feldtag in Schwüblingsen vermittelt rund 150 Besucherinnen und Besuchern neueste Ergebnisse aus Versuchen mit unterschiedlichen Bewirtschaftungs-Strategien
Schacht mit Sickerwasser-Sammelflaschen beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Reno Furmanek, bei der LWK Leiter des Geschäftsbereichs Pflanzenschutzamt, Düngebehörde, Inspektionsdienste, spricht zu Beginn des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Georg Kühling (NLWKN) spricht zu Beginn des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Dr. Frank Schmädeke (CDU), im Landtag Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, spricht zu Beginn des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Andrea Knigge-Sivers (Düngebehörde) spricht zu Beginn des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Henrich Meyer zu Vilsendorf, Referatsleiter im Agrarministerium, spricht zu Beginn des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Henrich Meyer zu Vilsendorf (r.), Referatsleiter im Agrarministerium, spricht zu Beginn des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Volker Graß (r., Fachbereich Ökologischer Landbau) und Dorothea Flassig (2.v.r., Düngebehörde) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Volker Graß (l., Ökologischer Landbau) und Dorothea Flassig (Vordergrund) aus der Düngebehörde beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Zinkenstriegel beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Versuchsparzelle mit Mais auf dem Gelände des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Volker Graß (l., Ökologischer Landbau) und Dorothea Flassig (Düngebehörde) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Erläuterungen zum Einsatz eines Zinkenstriegels mit Volker Graß (Ökologischer Landbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Erläuterungen zum Einsatz eines Zinkenstriegels mit Volker Graß (Ökologischer Landbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Erläuterungen zum Einsatz eines Zinkenstriegels mit Volker Graß (Ökologischer Landbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Erläuterungen zum Einsatz eines Zinkenstriegels mit Volker Graß (Ökologischer Landbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Marisa Sonntag (vorn, Fachbereich Wassermanagement, Wasser- und Bodenschutz) und Dr. Kilian Loesch (Hintergrund, l., Landtechnik, Energie, Bauen, Immissionsschutz) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen.Wolfgang Ehrecke
Düsenwagen zur Feldberegnung beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Düsenwagen zur Feldberegnung beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
LWK-Zwischenfrüchte-Expertin Annette Hoffmann beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Düsenwagen zur Feldberegnung beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Dr. Kilian Loesch (r., Fachbereich Landtechnik, Energie, Bauen, Immissionsschutz) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Düsenwagen zur Feldberegnung beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Dr. Kilian Loesch (Fachbereich Landtechnik, Energie, Bauen, Immissionsschutz) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Düsenwagen zur Feldberegnung beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Landvolk-Präsident Dr. Holger Hennies als Ehrengast des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Versuchsparzelle mit Kartoffeln auf dem Gelände des Feldtags zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Karen Petersen (l., Düngebehörde) und Annette Hoffmann (Fachbereich Pflanzenbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Karen Petersen (Düngebehörde) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Annette Hoffmann (l., Pflanzenbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz; unter den Zuhörern sind Landvolk-Präsident Dr. Holger Hennies (M.) und rechts neben ihm CDU-Agrarexperte Dr. Frank Schmädeke.Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Wolfgang Klahsen (r.) und Andrea Knigge-Sievers von der Düngebehörde beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Wolfgang Klahsen (l.) und Andrea Knigge-Sievers (r.) von der Düngebehörde beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Wolfgang Klahsen (Düngebehörde) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Andrea Knigge Sievers (r.) und Wolfgang Klahsen von der Düngebehörde beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Wolfgang Klahsen (l.) und Andrea Knigge-Sievers (Düngebehörde) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Simone Merl (l.) vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie erläuterte den Besucher/-innen die Zusammensetzung zweier Bodenproben sowie Ergebnisse von Sickerwasseruntersuchungen.Wolfgang Ehrecke
Simone Merl (l.) vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie erläuterte den Besucher/-innen die Zusammensetzung zweier Bodenproben (Foto) sowie Ergebnisse von Sickerwasseruntersuchungen.Wolfgang Ehrecke
Simone Merl (l.) vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie erläuterte den Besucher/-innen die Zusammensetzung zweier Bodenproben sowie Ergebnisse von Sickerwasseruntersuchungen.Wolfgang Ehrecke
Linda Noltemeyer (r.) und Simone Merl vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie erläuterten technische Details der Saugsonden sowie Ergebnisse von Sickerwasseruntersuchungen.Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Schacht mit Sickerwasser-Sammelflaschen beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Finn Großmann (r., Fachbereich Pflanzenbau) und Felix Haarstrich (Bezirksstelle Hannover) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Finn Großmann (Fachbereich Pflanzenbau) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Felix Haarstrich (Bezirksstelle Hannover) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Felix Haarstrich (Bezirksstelle Hannover) beim Feldtag zum Thema Landwirtschaft und Wasserschutz am 17.06.2026 in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover).Wolfgang Ehrecke
Schwüblingsen – Was kann eine aktive Acker-Begrünung über den Winter mit verschiedenen Zwischenfrüchten für den Grundwasserschutz leisten? Wie wirken sich unterschiedlich hohe Stickstoffdünger-Gaben in einer der wichtigsten Marktfrucht-Regionen Niedersachsens auf den Ertrag und die Qualität von Silomais und Frühkartoffeln aus? Wie lassen sich der Stickstoffgehalt im Boden und die Nitratbelastung im Sickerwasser günstig beeinflussen?
Ergebnisse zu diesen zentralen Fragen waren am Mittwoch (17.06.2026) Thema des Feldtags, den die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Schwüblingsen (Uetze/Region Hannover) abhielt. Mitveranstalter waren der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie das Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie (LBEG).
Neueste Ergebnisse an sechs Feldstationen
Rund 150 Fachbesucherinnen und -besucher – darunter zahlreiche junge Landwirt/-innen der Albrecht-Thaer-Fachschule, Studierende der Uni Göttingen, Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Forschung, Politik und Wasserwirtschaft – informierten sich auf dem fünf Hektar großen Versuchsgelände an sechs Stationen über Erträge, Sickerwasseruntersuchungen auf Nitrat, Zwischenfrucht-Varianten, integrierten Pflanzenschutz, mechanische Beikrautregulierung mit Striegel, Fördermöglichkeiten in Wasserschutzgebieten sowie über aktuelle Untersuchungen zu Bodenfeuchtegehalten und Beregnung. Den Feldführer finden Sie als PDF-Download unter diesem Bericht.
Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch
„Die bisherigen Ergebnisse aus Schwüblingsen zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft kein Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg sein muss“, sagte Reno Furmanek, bei der LWK Leiter des Geschäftsbereichs Pflanzenschutzamt, Düngebehörde, Inspektionsdienste. „Durch angepasste Düngung, den gezielten Einsatz von Zwischenfrüchten und moderne Bewirtschaftungsmethoden lassen sich Erträge sichern, Nährstoffe effizient nutzen und gleichzeitig das Grundwasser schützen.“
Weniger Dünger – wie viel Ertrag ist möglich?
Erste Ergebnisse aus den vergangenen Versuchsjahren zeigen ein differenziertes Bild: Beim
Silomais erhöhen höhere Stickstoffgaben zwar Ertrag und Proteingehalt. Gleichzeitig steigt aber das Risiko von Nitratverlusten in das Grundwasser, vor allem bei hohen Stickstoff-Gaben. Der Einsatz von geeigneten Zwischenfrüchten vor dem Silomais kann helfen, Erträge zu stabilisieren – sogar auch bei reduzierter Stickstoff-Düngung.
Auch bei Kartoffeln führt der vorherige Anbau von Zwischenfrüchten tendenziell zu höheren Erträgen. Besonders interessant: Geringere Düngung in Kombination mit geeigneten Zwischenfrüchten kann Ertragsverluste ausgleichen oder den Ertrag im Vergleich zum Anbau ohne vorherige Zwischenfrucht sogar steigern. Eine gezielte Kombination aus angepasster Düngung und vorangegangenem Zwischenfruchtanbau kann sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll sein.
In den Fokus rückt vor allem die Begrünung nach der Kartoffel: eine wichtige Freiwillige Vereinbarung im Wasserschutzgebiet Burgdorfer Holz. Hier wird nach der Ernte der Kartoffel durch den Rodungsprozess zusätzlich mineralisierter, im Boden vorhandener Stickstoff in der Zwischenfrucht gebunden und so vor Auswaschung geschützt.
Grundwasserschutz im Fokus
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts in Schwüblingsen (mehr dazu weiter unten) sind Sickerwasseruntersuchungen, die vom LBEG vorgenommen werden. Dabei wird mithilfe spezieller Messsysteme in 80 Zentimeter Tiefe regelmäßig Wasser aus dem Boden gewonnen und auf Nitratgehalte analysiert. Dieses Monitoring erlaubt es, den direkten Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Praxis und Grundwasserqualität sichtbar zu machen.
Zwischenfrüchte als Schlüsselmaßnahme
Der Anbau von Zwischenfrüchten wird im Versuch besonders intensiv untersucht. Beim Feldtag erläuterten LWK-Fachleute ihre Vorteile: Sie speichern Stickstoff (N) im Boden, verbessern die Bodenstruktur und fördern Biodiversität und Humusaufbau. Besonders Mischungen mit Leguminosen können zusätzlich Stickstoff aus der Luft binden und so die Folgekulturen versorgen. Das spart zusätzliche Gaben mit Mineraldünger im Folgejahr. In allen drei Versuchsjahren konnten im Versuch die Werte für den auswaschungsgefährdeten Stickstoff im Herbst gesenkt und bei einigen Varianten sogar ein Mehrertrag in der Folgekultur erzielt werden.
Wasserhaushalt und Beregnung
Neben der Düngung spielt der Umgang mit beziehungsweise die Verfügbarkeit von Wasser eine zentrale Rolle. In Schwüblingsen werden seit 2025 umfangreiche Bodenfeuchtemessungen vorgenommen, um den Wasserhaushalt besser zu verstehen. In ausgewählten Varianten sollen zukünftig die Effekte der Begrünung über Winter auf die Bodenfeuchte exakt untersucht werden und wichtige Kenndaten liefern.
Ergänzend zeigen Beregnungsversuche an vergleichbaren Standorten, dass gezielte Wassergaben Erträge stabilisieren – vor allem in trockenen Jahren. Gleichzeitig kann Feldberegnung dazu beitragen, dass Nährstoffe besser von Pflanzen aufgenommen und Verluste reduziert werden.
Pflanzenschutz: Weniger Chemie, mehr System
Die Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln ist ein Ziel, das im Naturschutzbündnis Der Niedersächsische Weg verankert ist. Ziel in Niedersachsen ist eine Senkung des Einsatzes um mindestens 25 Prozent bis 2030. Wie die Gäste des Feldtages detailliert erfuhren, spielen dabei eine vielfältige Fruchtfolge, mechanische Verfahren wie Hacke und Striegel sowie innovative Ansätze wie teilflächenspezifische Anwendungen (Spot-Spraying) zentrale Rollen. Gerade im Maisanbau besteht hier großes Einsparpotenzial.
Über den Feldversuch in Schwüblingsen
Am Standort Schwüblingsen in der Region Hannover betreiben LWK, NLWKN und LBEG seit 2022 einen Feldversuch, der auf mindestens zwölf Jahre angelegt ist. Ziel ist es, auf den fünf Hektar (ha) Versuchsfläche verlässliche Daten zu gewinnen, wie sich unterschiedliche Bewirtschaftungsstrategien auf Ertrag, Boden und Grundwasser auswirken. Im Kern untersucht der Versuch die Höhe der Stickstoffdüngung, den Einsatz verschiedener Zwischenfrüchte sowie deren Auswirkungen auf Ertrag, Qualität, Stickstoff-Dynamiken im Boden und Nitratverluste.
Der Versuch zu Wasserschutz und Düngerecht ist mit einer viergliedrigen Fruchtfolge aus Kartoffel, Sommergerste, Silomais und Winterroggen angelegt – mit festen Stickstoff-Düngungsstufen und fünf unterschiedlichen Begrünungsvarianten über Winter. Dieser umfassende Versuchsaufbau ermöglicht die Bewertung, wie effizient eine Stickstoffreduzierung, die Begrünung über Winter oder auch die Kombination dieser Maßnahmen für den Gewässerschutz in so wichtigen Kulturen wie der Kartoffel sind.
432 Saugsonden im Boden
Besonders wertvoll ist der Standort in Schwüblingsen, weil das LBEG mit Hilfe von Saugsonden in einer Tiefe von 80 Zentimeter die Nitratkonzentration im Sickerwasser untersucht und auswertet. Hier wird unter den verschiedenen N-Düngungshöhen unter den Kulturen Kartoffel und Silomais in allen vorangegangenen Zwischenfruchtvarianten gemessen. Insgesamt sind 432 Saugsonden verbaut. Damit ist dieses der größte Versuch dieser Art in Deutschland.
Erste Ergebnisse zeigen nach Kartoffeln höhere Austräge. Eine nach Kartoffeln einheitlich angebaute Zwischenfrucht zeigte einen über alle N-Düngungsstufen hinweg niedrigen Herbst-Nmin-Wert. Da die Bewertung der bundesweit geltenden Düngeverordnung ansteht, gelten diese belastbaren Daten als sehr wichtig.
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