Fördermöglichkeiten, vielversprechende Verwertungspotenziale des Pflegematerials und worauf bei der richtigen Heckenpflege zu achten ist
Oftmals wurde nun schon auf die von der BINGO Umweltstiftung geförderte Möglichkeit der kostenfreien Heckenpflege hingewiesen. Doch wie genau läuft sie in der Praxis ab? Was gilt es zu beachten? Und wozu das Ganze überhaupt? Diese und noch weitere Fragen wurden am Samstag, dem 21.02.2026 um 11 Uhr in Schapen an Anke Paulsen (Biodiversitätsberaterin der Bezirksstelle Emsland der Landwirtschaftskammer Niedersachsen) und Janosch Hans (Berater zum Biotop- und Artenschutz, ebenfalls LWK) sowie Matthias Everinghoff (Landwirt) und das durchführende Pflegeunternehmen gestellt.
Zu beachten ist bei der Heckenpflege das große Ganze: Welcher Überhälter könnte stehen bleiben, welcher weist Nisthöhlen/Löcher auf und welcher ist vielleicht schon abgestorben und könnte unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflicht dennoch als Lebensraum dienen? Frau Paulsen und Herr Hans gingen insbesondere auf den gesetzlich vorgeschriebenen Pflegezeitraum von Oktober bis Februar, die wichtigsten ökologische Grundlagen und die verschiedenen Typen von Hecken ein. Außerdem betonten beide, dass eine durchgewachsene Baumreihe nicht nur ökologisch deutlich weniger Potenzial hat als eine Strauch-(Baum-)Hecke, sondern auch das Risiko eines Düseneffektes birgt, sodass eine besonders stark ausgeprägte Bodenerosion die Folge sein kann.
Ein Vertreter des Pflegeunternehmens, das mit einem 10-Tonnen-Bagger mit Kneifer die Pflegemaßnahmen durchführte, erläuterte, warum welche Überhälter weichen mussten. Dabei spielten insbesondere Artenkenntnis über die vorkommenden Arten und die Heckenstruktur eine große Rolle. Das Ziel war die Schaffung eines Wellen-Profils nach dem Grundsatz „unten dicht, oben licht“. Es ist sinnvoll, im Vorfeld einen Pflegeplan zu erstellen, der zu der Hecke passt, die professionell gepflegt werden soll. Unterstützend bietet die BINGO Umweltstiftung dafür einen Landschaftspflegekurs zum Thema Hecken-Know How an (siehe https://www.bingo-umweltstiftung.de/hecken/).
Nicht zuletzt sei eine frühzeitige Kommunikation der Pflegearbeiten im Vorfeld insbesondere mit der teils sehr kritischen Öffentlichkeit von großer Bedeutung, waren sich die mehr als 10 Teilnehmenden einig. Das Aufstellen von Infoschildern sowie die Nutzung der Sozialen Medien seien dabei nicht zu unterschätzen.












