Bescheidene Erntestimmung nach Hitzewelle im Emsland und der Grafschaft Bentheim
Da ist schon richtig was los in der Feldflur in diesen Tagen. Die Ernte ist im vollen Gange, es ist Sommerwetter angekündigt und trotzdem ist das Stimmungslevel nicht nur wegen dem Ausscheiden aus der Fußball-WM bescheiden. Die Mahd des ersten und zweiten Schnitts auf dem Grünland verlief zunächst problemlos. Routine ist inzwischen der dankenswerte, ehrenamtliche Einsatz der Jägerschaften in der Kitzrettung, die auch in diesem Jahr zahllosen schutzbedürftigen Kreaturen das Leben gerettet hat.
Kehrseite der Hitze mit Schattentemperaturen von bis zu 40° C, die auf freiem Acker noch weitaus höher lagen, sind zum Teil verbrannte Getreidebestände. Gelbreife Ähren stehen auf noch grünen Halmen. Besonders im südlicheren Teil des Dienstgebietes sind darüber hinaus kaum Niederschläge gefallen. Hier steht eine zu frühe Weizen- und Roggenernte an. Mais- und Kartoffelbestände haben ohne Beregnung auf einigen leichten Standorten irreparable Schäden erlitten. Angesichts der weiter angekündigten trocken-warmen Witterung sind Ertragseinbußen zu erwarten.
Die diesjährige GAP-Antragsphase verlief routiniert und mit gut planbarem Aufwand. Die Zahl der von der LWK bearbeiteten Anträge entspricht ungefähr dem Vorjahresniveaus. Die fortlaufenden FANI-Aufträge zwingen die Antragsteller zur regelmäßigen Überprüfung des E-Mail-Postfachs und führen beim Berater zu übersaisonalen Anfragen.
Das regionale Team der Ausbildungsberatung hat die hohe Zahl an Prüfungen top gemanagt. Nur einzelne Azubis warten noch auf ihren Abschlussprüfungstag. Für den Bereich Meppen kümmert sich jetzt Ausbildungsberaterin Friederike Jansen um die Organisation. Zusammen mit den Ausbildern, Prüfern und Gastgebern gebührt allen Beteiligten der Dank der Branche für ihr Engagement um den Nachwuchs.
Der Schweinemarkt kommt trotz Sommer und WM nicht aus der Krise. Ganz im Gegenteil: Sinkende Preise, Diskussionen um Qualitätsstandards und anstehende Investitionszwänge lassen Betriebe über einen Ausstieg nachdenken. Fast eine Verdoppelung der aktuellen Preise wäre nötig, damit sich Investitionen wirklich lohnen. Die Kreditwürdigkeit steht in vielen Fällen in Frage. Wer kann, versucht noch die Bundesförderung in Anspruch zu nehmen oder sucht sein Heil in anderen Branchen (Geflügel – wir berichteten). Obwohl die Sommerferien zu einem Rückgang an Geschäftstätigkeiten bei behördlichen Anfragen an die Bezirksstelle führen, bleibt die Zahl der Bauanträge auf hohem Niveau. In Lingen kümmert sich seit Juni Torben Weerts um Stellungnahmen und Nährstoffnutzungs-Konzepte.













