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Wasserschutzberatung für Gartenbaubetriebe

Die Wasserschutzberatung für den Erwerbsgartenbau und die Baumschulwirtschaft unterscheidet sich von der Wasserschutzberatung für die Landwirtschaft in einigen wesentlichen Rahmenbedingungen.
 

Folgende Aspekte sind zu berücksichtigen:

  • im Erwerbsgartenbau gibt es eine große Vielfalt von Kulturen und Anbausystemen, auf die von der Wasserschutzberatung unterschiedlich eingegangen werden muss,
  • die Bewirtschaftungsintensität ist oft (nicht immer) höher als in der Landwirtschaft, dies gilt auch für die grundwasserschutzrelevanten Themen Düngung, Pflanzenschutz und Bodenbearbeitung,
  • die Düngung ist in erster Linie an der Erzielung vermarktbarer Qualitäten ausgerichtet,
  • die Produkte des Gemüsebaus werden nicht zum Abschluss der Vegetationsphase einer Kultur sondern während der Vegetation geerntet. Dies führt bei vielen Kulturen zu vergleichsweise hohen Rest-Nmin-Werten.
  • die Produkte der Baumschulen werden in der Vegetationsruhe geerntet, was in der Regel zu niedrigeren Nmin-Werten führt
  • die Bewirtschaftungseinheiten sind oftmals kleiner als bei landwirtschaftlichen Kulturen, das hat oft zur Folge, dass freiwillige Vereinbarungen für den Erwerbsgartenbau weniger attraktiv sind

Bei einer Aussage zur Grundwassergefährdung einzelner Sonderkulturen ist zu beachten, dass es bei vielen Kulturen verschiedene Verfahren und Anbau-, Dünge- und Erntezeitpunkte gibt, die sich positiv oder negativ auf die Grundwasserbelastung auswirken können.

Es gibt im Erwerbsgartenbau und in der Baumschulwirtschaft eine Reihe von Ansätzen für die Wasserschutzberatung und für Maßnahmen zum Grundwasserschutz, bei deren Vermittlung die Landwirtschaftskammer Niedersachsen gerne zur Verfügung steht. Entscheidend ist zunächst wie in der Landwirtschaft so auch hier ein von Vertrauen geprägter Dialog zwischen Wasserschutzberater und Betriebsleiter.

Weitere Informationen über Aufgaben, Zielsetzungen und Leistungen unserer Wasserschutzberatung erhalten Sie in dem Artikel Beratung in Trinkwassergewinnungsgebieten (link).

Ihre Ansprechpartnerin für gartenbauliche Kulturen im Bereich Niedersachsen:


Kontakt:
Angelika Klatka
Beraterin Wasserschutz
Telefon: 0441 34010-140
Telefax: 0441 34010-170
E-Mail:


Stand: 16.10.2013