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Neues Jahr, neue Sicherheit: Warum Passkeys jetzt sinnvoll sind

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Der Jahreswechsel ist für viele der Moment, um Ordnung zu schaffen: Ablagen werden geprüft, Routinen überdacht, Dinge vereinfacht. Genau dieser Blick lohnt sich auch im digitalen Alltag. Besonders Passwörter gehören zu den größten Schwachstellen.

Datensicherung ist Pflicht
Passkeys sind eine gute Alternative zu Passwörtern.TanteTati / pixabay
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt inzwischen ausdrücklich die Nutzung von Passkeys. Dieses Login-Verfahren ersetzt Passwörter vollständig und ist gleichzeitig einfacher und sicherer. Im Gegensatz zu Passwörtern können Passkeys nicht weitergegeben, kopiert, aufgeschrieben oder versehentlich an Dritte weitergegeben werden. 

Was sind Passkeys, und warum sind sie anders?

Passkeys sind eine moderne Art der Anmeldung bei Online-Diensten. Statt ein Passwort einzugeben, bestätigen Sie den Login über ein persönliches Gerät. Das kann zum Beispiel ein Smartphone oder Computer sein. Diese Bestätigung geht mit Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder einer Geräte-PIN.

Es wird kein Passwort mehr übertragen, gespeichert oder eingegeben. Und damit entfällt genau das Element, das bisher am häufigsten zu Sicherheitsproblemen geführt hat.

Passwörter sind theoretisch sicher, praktisch aber oft nicht.

Sie sind im Alltag aus folgenden Gründen problematisch:

  • Passwörter werden aus Bequemlichkeit wiederverwendet.
  • Sie sind zu kurz oder zu einfach.
  • Sie stehen auf Notizzetteln oder in ungeschützten Dateien.
  • Sie können durch täuschend echte Phishing-Mails abgegriffen werden.

Gerade E-Mail-Konten oder Online-Zugänge mit sensiblen Daten sind dadurch gefährdet. Ein einziges schlechtes Passwort kann ausreichen, um großen Schaden anzurichten.

Das machen Passkeys besser

Passkeys setzen genau an diesen Schwachstellen an:

  • Phishing-sicher: Ein Passkey funktioniert nur auf der echten Website
  • Kein Merken, kein Zurücksetzen: Es gibt kein Passwort mehr
  • Hohe Sicherheit im Hintergrund: Verschlüsselung erfolgt automatisch
  • Alltagstauglich: Anmeldung mit einem Klick, Blick oder Fingertipp

Das BSI bewertet Passkeys deshalb als sicherer als klassische Passwörter und auch sicherer als SMS-Codes.

Im täglichen Arbeiten bedeutet das:

Sie öffnen die Website oder das Portal, das Gerät fragt nach Fingerabdruck, Gesicht oder PIN und der Zugriff ist freigegeben. Kein Eintippen, kein Nachdenken, kein „Wie war das Passwort noch mal?“.

Viele Anbieter (etwa E-Mail-, Cloud- oder Softwaredienste) bieten Passkeys bereits an. Meist finden Sie die Funktion in den Sicherheits- oder Kontoeinstellungen, z.B. unter „Passkey einrichten“ oder „Anmeldung ohne Passwort“.

Damit Passkeys gut funktionieren, sind einige Dinge wichtig:

Geräte absichern
Das Gerät wird zum Schlüssel. Daher sollten PIN, Biometrie und regelmäßige Updates selbstverständlich sein.

Mehr als ein Gerät einrichten
Wenn möglich, Passkeys auf zwei Geräten hinterlegen (z.B. Smartphone und Büro-PC).

Wiederherstellung klären
Vorab prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, falls ein Gerät verloren geht oder ersetzt wird.

Schrittweise starten
Beginnen Sie mit besonders wichtigen Zugängen, allen voran dem E-Mail-Konto.

Ein sinnvoller digitaler Vorsatz

Zum Jahresbeginn geht es nicht darum, alles neu zu machen, sondern Dinge einfacher und sicherer zu gestalten. Passkeys sind genau dafür gedacht: weniger Aufwand, weniger Fehlerquellen, mehr Sicherheit im Hintergrund. Nehmen Sie sich bewusst etwas Zeit und prüfen Sie Ihre wichtigsten Online-Zugänge. Wenn Passkeys angeboten werden, ist der Umstieg meist unkompliziert und ein echter Schritt nach vorne.

So starten Sie in 30 Minuten mit Passkeys

Sie müssen nicht alles auf einmal umstellen. Für einen sicheren Einstieg reichen 20 Minuten und ein wichtiges Konto. So gehen Sie vor:

Schritt 1: Gerät kurz prüfen
Bevor Sie starten, ein kurzer Sicherheitscheck: Ist auf Smartphone oder Computer eine PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung aktiviert? Sind Updates aktuell oder zumindest nicht jahrelang überfällig?
Falls nicht: kurz nachholen. Denn das Gerät ist der Schlüssel.

Schritt 2: Wichtigstes Konto auswählen
Beginnen Sie mit einem zentralen Zugang, z.B. dem E-Mail-Konto oder dem Cloud-Speicher. Öffnen Sie dort die Kontoeinstellungen und suchen Sie nach „Sicherheit“, „Anmeldung“ „Passkey einrichten“ oder „Anmeldung ohne Passwort“

Schritt 3: Passkey einrichten
Aktivieren Sie Passkey und bestätigung per Fingerabdruck, Gesicht oder PIN, dann Einrichtung abschließen. In vielen Fällen ist der Passkey sofort nutzbar, ohne weitere Schritte.
Tipp: Lesen Sie kurz, wie die Wiederherstellung geregelt ist, falls das Gerät verloren geht.

Schritt 4: Zweiten Zugang sichern
Wenn möglich, richten Sie Passkey auf einem zweiten Gerät ein (z.B. Smartphone und PC). Oder hinterlegen Sie eine alternative Anmeldemethode. So bleiben Sie auch bei einem Gerätewechsel oder Defekt handlungsfähig.

Danach: Schritt für Schritt weitermachen
Der erste Schritt ist getan. In den nächsten Wochen können Sie nach und nach weitere Konten umstellen, immer dann, wenn es passt, ohne Zeitdruck. Denn ein sicherer Einstieg braucht kein Technikprojekt, sondern einen ersten guten Schritt.

 

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