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Zweite gemeinsame Fangwoche der deutschen und niederländischen Bisambekämpfer in der Grafschaft Bentheim

Webcode: 01045263
Stand: 30.03.2026

Vom 23. bis 27. März 2026 fand die zweite gemeinsame Fangwoche der deutschen und niederländischen Bisambekämpfer in der Gemeinde Itterbeck, Landkreis Grafschaft Bentheim, und damit in der südlichen Grenzregion zu den Niederlanden statt. In der Woche wurden insgesamt über 670 Fallen gestellt und 116 Bisame unschädlich gemacht. Nach den positiven Erfahrungen der beiden Fangwochen soll dieses Format nunmehr verstetigt werden.

Teilnehmer Bisamfangwoche
Die Teilnehmer der Fangwoche in der Grafschaft Bentheim Nora Kretzschmar
Bisamfangwoche Grafschaft
Deutsche und Niederländische Bisambekämpfer beim Aufspüren von Bauten und Stellen von Fallen. Nora Kretzschmar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 23. bis 27. 2026 März fand die zweite gemeinsame Fangwoche der deutschen und niederländischen Bisambekämpfer in der südlichen Grenzregion zu den Niederlanden, in der Grafschaft Bentheim, Gemeinde Itterbeck, statt.

Grund für die Aktion war, dass in den Niederlanden in den vergangenen Jahren ein vermehrter Zustrom von Bisamen aus Deutschland festgestellt wurde und dieser durch die Fangaktion vermindert werden sollte.

Die auf der EU-Liste zu invasiven Arten gelistete Spezies Bisam verursacht durch ihre Wühltätigkeit an Deichen, Dämmen und Ufern erhebliche Schäden an der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur. Da die Niederlande zu ca. 60% Hochwassergefährdet sind, steht der Hochwasserschutz dort in einem besonderen Focus.

Beteiligt waren professionelle Bisamjäger aus den Niederlanden und Deutschland sowie freiwillige Bisamfänger aus Deutschland sowie Mitarbeiter der staatlichen Moorverwaltung. Organisiert wurde die Fangwoche durch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Unterhaltungsverband Vechte und die Bisamjäger des niederländischen Wasserverbands Vechtstromen. Täglich waren ca. 20 Bekämpfer im Einsatz.

Die Fangwoche begann nach der frühjährlichen Bisamfangperiode, in der normalerweise in Deutschland Bisame gefangen werden.

Anders als bei der in Deutschland „normalen“ Bekämpfungsstrategie, die sich auf das Aufstellen von beköderten Schlagfallen und Reusen zur Hauptzugzeit des Bisam beschränkt, wurden die Zuläufe und Gräben in Wathosen durchlaufen und Bisambauten aktiv aufgespürt. Die Eingänge von Bisambauten befinden sich immer unter Wasser. Vor den Eingängen wurden dann sogenannte Hindernisfallen platziert und der Standort mit einer farbigen Bambusstange markiert.

Insgesamt wurden auf diese Weise über 670 Fallen gestellt. Am Ende der Woche waren 116 Bisame unschädlich gemacht. Die niederländischen Bekämpfer gehen davon aus, dass in der Region ca. 80% des Bisambestands unschädlich gemacht wurde.

Am 26.03. wurde die Fangwoche von Vertretern der niedersächsischen und niederländischen Umweltministerien begleitet. Diese wurden über die gemeinsame, grenzüberschreitende Zusammenarbeit informiert und zeigten sich beeindruckt über die Anstrengungen und den Erfolg der Bekämpfungsmaßnahme. Auch die Presse war an diesem Tag eingeladen und informierte sich über die Fangaktion.

Trotz der teilweise widrigen Wetterbedingungen waren alle Beteiligten wieder mit viel Elan dabei und freuten sich über den erneuten Austausch und den Erfolg, auch wenn dieser zahlenmäßig nicht an die Fangzahlen der ersten gemeinsamen Bekämpfungsaktion heranreichte. Nach den positiven Erfahrungen der beiden Fangwochen soll dieses Format nunmehr verstetigt werden