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Demonstrationsvideos: Grundlagen der Schafschur

Erwachsene Schafe, die erblich bedingt keinen Wollwechsel aufweisen, müssen mindestens einmal pro Jahr vollständig geschoren werden. Dies gilt für alle heimischen Wollschafrassen einschließlich der Heid- und Moorschnucken. Unterbleibt die regelmäßige Schur, wird das Wärmeregulationsvermögen empfindlich gestört, die Außenparasitenbelastung kann stark zunehmen und neugeborene Lämmer haben Schwierigkeiten, die Zitzen zu finden.

Im Frühjahr sollte frühestens nach den Eisheiligen (Mitte Mai) besser noch nach der Schafskälte (Anfang Juni) geschoren werden. Der späteste Schurtermin muss bei ganzjähriger Weidehaltung rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit liegen, um eine Auskühlung der Schafe zu vermeiden. Als Richtzeit für die Schur bei Anschließender Weidehaltung sollte der Zeitraum April bis August eingehalten werden.

Wer seine Schafe im Winter für längere Zeit in einem ausreichend gegen Kälte geschützten Stall hält, kann auch zum Aufstallen scheren. Die Temperatur im Stall sollte in den ersten Tagen nach dem Scheren nicht unter 10 °C absinken. Die Winterschur wird von vielen Schafhaltern bevorzugt. Die Wolle ist sauber, man hat ca. 10 % mehr Platz im Stall, die Euterregion ist frei von Schmutz und Wolle und die Schafe lassen sich besser scheren als nach der Ablammung. Das Scheren hochtragender Schafe ist bei zügiger und gekonnter Schur kein Problem.

Wer seine Schafe selbst scheren möchte, hat jährlich die Gelegenheit an einem der Schafschurlehrgänge der Landwirtschaftskammer Niedersachsen teilzunehmen und sich die Grundlagen der Schafschur anzueignen.

Im Lehrgang werden alle Grundkenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für die Schur der eigenen Tiere notwendig sind. Die unterschiedlichen Schurtechniken sind dabei an die Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst. Von der ganz einfachen Methode, die Schafe stehend zu scheren bis hin zum professionellen Neuseeländischen Schursystem werden alle Techniken vorgestellt und vermittelt.

In den nachfolgenden Videos werden zwei Techniken vorgestellt. Ein vereinfachtes System, bei dem das Drehen und Halten der Tiere vereinfacht ist und die Neuseeländische Methode der Schur, bei der jede Position des Tieres und jeder Zug mit der Schermaschine exakt vorgegeben sind.

Weitere Informationen zu den Lehrgangsinhalten und Terminen

 


Video-Demonstration Schafschur mit Anleitung: Neuseeländische Methode - für Profis

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Video-Demonstration Schafschur - durchgehende Version: Neuseeländische Methode - für Profis

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Video-Demonstration Schafschur mit Anleitung: Vereinfachte Methode für den Einsatz von Handschermaschinen

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Video-Demonstration Schafschur - durchgehende Version: Vereinfachte Methode für den Einsatz von Handschermaschinen

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Kontakt:
Michael Gertenbach
Berater Schafzucht, Schafhaltung
Telefon: 0441 801-617
Telefax: 0441 801-634
E-Mail:


Stand: 08.11.2016