Derzeit wird landauf landab intensiv über die Auslegung der gesetzlichen Vorgaben zur zulässigen Schlitzweite bei Spaltenböden in der Schweinehaltung diskutiert. Dies führt aktuell zu einer starken Verunsicherung bei Landwirten aber auch Beratungsorganisationen.
Im Sinne eines praktikablen und praxisnahen Tierschutzes sollte darauf hingearbeitet werden, eine gewisse Toleranz bei der Beurteilung der Schlitzweiten von Spaltenböden anwenden zu können und dies auch rechtlich zu verankern.
Aus diesem Grund soll die derzeitige Situation und gesetzliche Grundlage noch einmal kurz dargestellt werden, wie sie sich (Stand 18.07.2012) darstellt.
Die gesetzlichen Vorgaben zu den zulässigen Schlitzweiten sind für den Schweinehalter auf EU-Ebene und national eindeutig geregelt (Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung); demnach sind laut den (Tierschutz-)Verordnungen keine Toleranzwerte vorgesehen und somit keine Abweichungen über die angegebenen Maße hinaus zulässig.
Problematisch ist dies für den Tierhalter, da dem Hersteller laut gültiger Fertigungsnorm eine so genannte Fertigungstoleranz zugebilligt wird; d.h., er muss im Mittel die Maßvorgabe einhalten, darf jedoch an einzelnen Stellen auch innerhalb von festgelegten Grenzen nach oben bzw. unten abweichen.
Auslöser der jetzigen Diskussionen ist die Meinungsäußerung von Einzelpersonen aus der EU auf die Frage, ob es nicht auch mit dem zu Grunde liegenden Tierschutzgedanken vereinbar wäre, eine Fertigungstoleranz auch bei der Beurteilung von Spaltenböden nach Tierschutzvorgaben einzubeziehen (in der von 1994 bis 2006 in Deutschland gültigen Schweinehaltungsverordnung war dies so verankert).
WICHTIG:
In der Diskussion ist aber lediglich die Zulässigkeit von Toleranzwerten; d.h., auch dann dürften die Schlitzweiten nur an einzelnen Stellen über- (bzw. unter-)schritten werden (=Ausnahme für wenige Elemente / Stellen!) und nicht im ganzen Stall. Somit bleibt es dabei, dass zukünftig Sauen nicht mehr auf 22 mm Spaltenböden gehalten werden dürfen und auch bei Mastschweinen höchstens 18 mm Spaltenböden verlegt sein dürfen.
Bundesweite Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit nach Tierarzneimittelgesetz (TAMG) für das Jahr 2025 veröffentlicht
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am13. Februar 2026 auf der hauseigenen Homepage die bundesweiten Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit für Rinder, Schweine, Hühner und Puten für das Jahr …
TAM-Meldungen in HI-Tier fällig bis zum 14.01.2026
Arzneimittelanwendungen müssen bis zum Stichtag 14.01.2026 in der Tierarzneimitteldatenbank (TAM-Datenbank) gemeldet werden (für zweite Kalenderhalbjahr des betreffenden Jahres).
Meldeverpflichtungen für Schweine nicht vergessen!
1. Stichtagsmeldung an die VIT (HI-Tier)
Nach § 26 (3) der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) hat der Tierhalter – auch der Hobbyschweinehalter – der zuständigen Behörde oder einer von dieser beauftragten Stelle bis zum …
Um- und Neubauplanungen im Deckzentrum – was ist als Nächstes zu tun?
Ab dem 09. Februar 2029 müssen Sauen und Jungsauen im Deckzentrum verpflichtend in Gruppen gehalten werden – gemäß den neuen Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztVO).
Niedersächsisches Biosicherheitskonzept für Schweine haltende Betriebe nach dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt
Durch das geltende EU-Tiergesundheitsrecht stehen Tierhalter in der besonderen Verantwortung, den „Schutz vor biologischen Gefahren“ auf ihren Betrieben sicherzustellen. In diesem Zusammenhang müssen Schweine haltende Betriebe (auch …
Fachberater in der Schweinehaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Die Fachberater Schweinehaltung der LWK Niedersachsen in der Zentrale sowie vor Ort an den Bezirksstellen werden in dem anliegenden Flyer „Schweine - Beratung der LWK Niedersachsen“ vorgestellt.
Sachkundelehrgang - Betäuben und Töten von Rindern und Schweinen
05.05.2026 - 07.05.2026
Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung (bsi Schwarzenbek) einen Lehrgang zum Erwerb des Sachkundenachweises nach …
Informationsveranstaltung Ökologische Schweinehaltung inkl. Besichtigung eines ökologischen Schweinestalls
26.05.2026
Sie halten Schweine und überlegen auf Bio-Haltung umzusteigen, wissen aber nicht, wie Ihnen ein Einstieg gelingt? Oder Sie sind schon im Ökolandbau tätig und möchten nun auch in die Schweinehaltung einsteigen? Dann sind Sie …
Die Emissionen aus der Nutztierhaltung stehen im Fokus nationaler und internationaler Strategien zur Reduktion von Ammoniak- und Treibhausgasemissionen. Vor diesem Hintergrund richten die LWK-Geschäftsbereiche Landwirtschaft und …
Sachkundelehrgang - Betäuben und Töten von Rindern und Schweinen
10.11.2026 - 12.11.2026
Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung (bsi Schwarzenbek) einen Lehrgang zum Erwerb des Sachkundenachweises nach …
Die Veranstaltung bietet den Schweine- und Geflügelhaltern der gesamten nordwestdeutschen Veredlungsregion die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen der Sauen- und Schweinehaltung sowie der Geflügelmast zu informieren und zu…
Der Termin steht noch nicht fest - tragen Sie sich unten gerne in die unverbindliche Vormerkliste ein. Wir melden uns bei Ihnen, sobald die Anmeldung möglich ist!
Die Ferkelkastration ist ab dem 01. Januar 2021 nur noch mit Betäubung …
Sie planen die Schweineställe Ihres Betriebes im Sinne des Tierwohls und zur Einhaltung der zukünftigen Regeln der TierSchNutztV umzubauen. Sie suchen nach wirtschaftlichen, baurechtlich möglichen und tiergerechten Umbaumö…
Sie sind Schweinemäster und nutzen bereits alle Controllinginstrumente. Sie wünschen sich eine fundierte Analyse Ihrer Produktionstechnik und Ökonomie in der Schweinemast.
Ringelschwanzprämie im Rahmen der ELER-Tierwohlförderung
Sie sind Schweinehalter und haben Interesse im Rahmen der Tierwohlförderung an der sogenannten Ringelschwanzprämie bei Mastschweinen und/oder Anzuchtferkeln teilzunehmen.
Ausgangslage
Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz ebenso zu priorisieren, wie die Qualität bei der Produktion und die Marktorientierung, muss verfügbares Wissen …
Ausgangslage
Die Schweinehaltung sowie die ihr vor- und nachgelagerten Bereiche durchleben gegenwärtig einen tiefgreifenden technischen, logistischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturwandel. Zudem mehren sich Forderungen seitens …
Ausgangslage
Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert (Art. 20a GG). Darüber hinaus stehen neben dem Tierschutzgesetz eine breite Palette an bundes- und landesweit geltenden Tierschutzverordnungen und Leitlinien f&…
Ausgangslage
Seit Jahren wandelt sich die Struktur der Schweinehaltung erheblich. Vergleichbar zu anderen Bereichen lässt auch hier die Digitalisierung Lösungsansätze erwarten, die zu einer tiergerechten und ressourcenschonenden …
Ausgangslage
Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz ebenso zu priorisieren, wie die Qualität bei der Produktion und der Marktorientierung, muss verfügbares Wissen …
Ausgangslage
Ein routinemäßiges Kupieren der Schwänze von Schweinen ist grundsätzlich verboten. Wiederholt kommt es in schweinehaltenden Betrieben zu der Verhaltensstörung Schwanzbeißen. Diese Problematik ist ein …