Um aktuelle Fragen zur Ausnutzung von Nährstoffen beantworten zu können, wird eine Messstation reaktiviert.
Christine Lentz (von links), Caroline Benecke, Nora Uderstadt und Dr. Frank Lorenz freuen sich über die erste Einsaat der Lysimeteranlage nach über 20 Jahren.Johanna van den BroekOldenburg - Zuerst stellt sich die Frage: Was ist denn überhaupt eine Lysimeteranlage? Lysimeter sind große, mit Boden gefüllte Gefäße (1 m Durchmesser, 1,50 m tief), die in den Erdboden eingelassen sind. Pflanzen werden darauf angebaut, gedüngt und geerntet wie in der natürlichen Umgebung. Es wird gemessen, wie viel Wasser in den Boden gelangt und wie viel unten herausfließt. In dem abfließenden Wasser werden die Nährstoffgehalte bestimmt. Damit lässt sich die Nährstoffdynamik im Boden beobachten.
Eine solche Anlage mit insgesamt 76 Gefäßen hatte die LUFA Nord-West bis 2002 zu Forschungszwecken in Oldenburg in Betrieb. Dann wurde sie stillgelegt. Allerdings gibt es auch heute noch viele Fragen, die sich mit einer solchen Anlage beantworten lassen – vor allem, wenn man Anbau- und Düngeverfahren im Hinblick auf Nährstoffausträge prüfen möchte. So wurde die Anlage inspiziert und festgestellt, dass sie sich in erstaunlich gutem Zustand befindet. Daraufhin haben der Fachbereich Pflanzenbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die LUFA Nord-West beschlossen, die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen.
Die Anlage besteht aus 76 Lysimetern.Johanna van den BroekAm 27.03. war es dann soweit: Die Anlage, die Sandboden aus der Wildeshauser Geest in der natürlichen Schichtung enthält, wurde zum ersten Mal gedüngt und mit Hafer eingesät. Versuche werden im ersten Jahr noch nicht gefahren – man will erst einmal beobachten, ob der Hafer auch gleichmäßig wächst und die Versickerung des Niederschlagswassers funktioniert. Wenn alles gut läuft, sind für das kommende Jahr die ersten Versuche geplant.
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