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Bisam-Population in Mooren wirksam eindämmen

Webcode: 01045084
Stand: 23.01.2026

Mitarbeiter der Staatlichen Moorverwaltung absolvieren in Meppen Sachkundenachweis bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen 

Zehn Mitarbeiter der Außenarbeitsstellen der Staatlichen Moorverwaltung sowie drei Privatfänger haben bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Sachkundeunterweisung und -prüfung zur Bisambekämpfung abgelegt.
Zehn Mitarbeiter der Außenarbeitsstellen der Staatlichen Moorverwaltung sowie drei Privatfänger haben bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Sachkundeunterweisung und -prüfung zur Bisambekämpfung angelegt.Nora Kretzschmar
Meppen – Die Wiedervernässung von Mooren ist ein Baustein der Klimaschutz-Strategie. Mit steigendem Wasserpegel gehen zwar die Treibhausgas-Emissionen zurück – zugleich aber nimmt die Zahl der Nutrias und Bisame zu, die Schäden an Dämmen verursachen. Während die Nutriabejagung Sache von Jäger/-innen ist, wird die Bisambekämpfung in Niedersachsen durch ehrenamtlich tätige Privatfänger/-innen organisiert. Diese können jedoch in den wiedervernässten Moorgebieten aufgrund der Unwegsamkeit des Geländes und des allgemeinen Betretungsverbotes nicht aktiv werden. 

Daher haben sich zehn Mitarbeiter der Außenarbeitsstellen der Staatlichen Moorverwaltung, die Maßnahmen zur Wiedervernässung umsetzen, bereit erklärt, die Anstrengungen für einen wirksamen Hochwasserschutz der landeseigenen aber auch angrenzender Flächen zu unterstützen. Vor wenigen Tagen trafen sich in Meppen-Versen die Fachleute der Staatlichen Moorverwaltung aus den Außenarbeitsstellen Aschendorf, Vechta, Meppen-Versen und Wiesmoor, um bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) die Sachkundeunterweisung und -prüfung zur Bisambekämpfung abzulegen.

Lebensweise und Fangmittel auf dem Lehrplan

LWK-Bisamjägerin Folma Rademacher (links) erläutert den Umgang mit einer Falle für Bisame.
LWK-Bisamjägerin Folma Rademacher (links) erläutert den Umgang mit einer Falle für Bisame.Nora Kretzschmar
Bevor es in den Gebieten losgehen kann, ist der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Sachkundeprüfung erforderlich. Die Schulung zur Sachkunde umfasst neben der Biologie und Lebensweise des Bisams auch die Unterweisung in die erlaubten Fangmittel und deren Handhabung. Folma Rademacher, die für die Region zuständige Bisamjägerin der LWK, unterwies die Teilnehmer mit einem theoretischen und praktischen Teil zur speziellen Fallenkunde. Unterstützt wurde sie dabei von Heiko Fritz, bei der LWK zuständig für die Koordination der Bisambekämpfung und Nutriabejagung.

Zusammenarbeit mit der LWK wird fortgesetzt

Die anschließende Prüfung bestanden alle Teilnehmer. Damit sind die Voraussetzung geschaffen, in den Moorgebieten, welche durch die Moorverwaltung gemanagt werden, zielgerichtet die Bisampopulation einzudämmen. Die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer wird fortgesetzt. So wird LWK-Jägerin Rademacher die Mitarbeiter bei der Erkundung der Moorgebiete und beim Betrieb der Fallen weiterhin tatkräftig unterstützen und beraten.

Zerstörerische Wühltätigkeit

Die auf der EU-Liste zu invasiven Arten gelistete Spezies Bisam verursacht durch ihre Wühltätigkeit an Deichen, Dämmen und Ufern erhebliche Schäden an der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur. Dadurch können Dämme bei Hochwasser brechen und Geländebereiche in der Nähe von Gewässern absacken. Die staatliche Moorverwaltung Weser-Ems betreut derzeit rund 18.500 Hektar Fläche, hauptsächlich im Bereich Weser-Ems.


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