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Bester Beginn für eine Karriere in den grünen Berufen

Webcode: 01045141
Stand: 11.02.2026

Aus- und Fortbildung: Landwirtschaftskammer Niedersachsen ehrt Jahrgangsbeste in Hannover – Kammerpräsident: Kaum eine Branche bietet mehr Möglichkeiten

37 Frauen und Männer sind in Hannover-Ahlem von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für ihre herausragenden Prüfungsleistungen in der Aus- und Fortbildung geehrt worden (nicht alle Geehrten konnten am Fototermin teilnehmen).
37 Frauen und Männer sind in Hannover-Ahlem von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für ihre herausragenden Prüfungsleistungen in der Aus- und Fortbildung geehrt worden (nicht alle Geehrten konnten am Fototermin teilnehmen).Wolfgang Ehrecke
Hannover – Sie haben ihre Aus- und Fortbildung in Berufen der Landwirtschaft, des Gartenbaus, der Forstwirtschaft und der Fischwirtschaft 2025 als Jahrgangsbeste bestanden und starten mit Top-Noten in ihr weiteres Berufsleben: 37 meist junge Frauen und Männer sind am Mittwoch (11.02.2026) in Hannover-Ahlem vor rund 100 Gästen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) für ihre herausragenden Leistungen geehrt worden (siehe beigefügte PDF-Übersicht). Ihre Urkunden erhielten die Ausgezeichneten aus den Händen von Niedersachsens Agrar-Staatssekretärin Frauke Patzke, Kammerpräsident Gerhard Schwetje und Kammerdirektor Dr. Bernd von Garmissen.

Kammerpräsident Schwetje: Branche bietet vielfältige Karriere-Möglichkeiten

„Kaum eine andere Branche bietet vielfältigere Möglichkeiten, um mit guter Planung und mit den eigenen Händen erfolgreich zu arbeiten“, fasste Kammerpräsident Gerhard Schwetje in Hannover die Vorteile der von der LWK begleiteten Berufe zusammen.
„Kaum eine andere Branche bietet vielfältigere Möglichkeiten, um mit guter Planung und mit den eigenen Händen erfolgreich zu arbeiten“, fasste Kammerpräsident Gerhard Schwetje in Hannover die Vorteile der von der LWK begleiteten Berufe zusammen.Wolfgang Ehrecke
„Herzlichen Glückwunsch Ihnen allen – ich freue mich mit Ihnen über Ihre hervorragenden Leistungen und Ihren persönlichen Erfolg“, gratulierte Kammerpräsident Schwetje den Jahrgangsbesten in Berufen wie etwa Landwirt/in, Gärtner/in, Forstwirt/in, Pflanzentechnologe/in, Milchtechnologe/in und Hauswirtschafter/in.

„Hochwertige regionale Lebens- und Futtermittel erzeugen, verarbeiten oder analysieren, Zier- und Nutzpflanzen für unterschiedlichste Zwecke kultivieren, sich ein erfülltes Berufsleben lang mit der Natur, mit Tieren und mit Menschen befassen: Kaum eine andere Branche bietet vielfältigere Möglichkeiten, um mit guter Planung und mit den eigenen Händen erfolgreich zu arbeiten“, fasste Schwetje die Vorteile der von der LWK begleiteten Berufe zusammen.

Staatssekretärin Patzke: Starke Botschafterinnen und Botschafter der grünen Berufe

„Die heute ausgezeichneten jungen Frauen und Männer sind starke Botschafterinnen und Botschafter der grünen Berufe“, betonte Agrar-Staatssekretärin Frauke Patzke (M.) während des Festakts in Hannover.
„Die heute ausgezeichneten jungen Frauen und Männer sind starke Botschafterinnen und Botschafter der grünen Berufe“, betonte Agrar-Staatssekretärin Frauke Patzke (M.) während des Festakts in Hannover.Wolfgang Ehrecke
„Die heute ausgezeichneten jungen Frauen und Männer sind starke Botschafterinnen und Botschafter der grünen Berufe“, betonte Frauke Patzke, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „Sie zeigen, wie viel Zukunftskraft in Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft steckt und wie wichtig diese Berufe für Ernährungssicherheit, Nachhaltigkeit und unsere Gesellschaft sind. Ihre Leistungen sind mehr als persönliche Erfolge – sie machen Mut und zeigen, wie sinnstiftend und zukunftsrelevant die Arbeit in der Agrar- und Ernährungsbranche ist. Fest steht: Um die aktuellen Herausforderungen der Branche zu meistern und mit den neuesten Entwicklungen und Technologien Schritt zu halten, ist es wichtig, dass die heutigen Absolventinnen und Absolventen offen für lebenslanges Lernen sind und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Dafür wünsche ich ihnen viel Mut und Zuversicht.“

Landwirtin Schwarte: Ein Beruf nicht nur für Bauernkinder

„Wer diese Ausbildung machen möchte, sollte nicht zögern, bloß weil er oder sie nicht aus einer Bauernfamilie stammt': Landwirtin Johanna Schwarte (links) machte jungen Menschen ohne landwirtschaftlichem Hintergrund Mut, ihren Beruf zu ergreifen.
„Wer diese Ausbildung machen möchte, sollte nicht zögern, bloß weil er oder sie nicht aus einer Bauernfamilie stammt: Landwirtin Johanna Schwarte (links) machte jungen Menschen ohne landwirtschaftlichem Hintergrund Mut, ihren Beruf zu ergreifen.Wolfgang Ehrecke
„Nach dem Abitur bin ich zunächst ins Ausland gegangen, um neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln – mit der Zeit habe ich festgestellt, dass mir die Landwirtschaft doch sehr am Herzen liegt“, berichtete Johanna Schwarte aus Lorup (Werlte/Kreis Emsland) dem Publikum über ihre persönlichen Beweggründe zu einem Karriere-Start in einem der grünen Berufe. Schwarte, die auf einem Milchviehbetrieb aufgewachsen ist, hat ihre Ausbildung zur Landwirtin mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen. „Wer diese Ausbildung machen möchte, sollte nicht zögern, bloß weil er oder sie nicht aus einer Bauernfamilie stammt – es gibt mittlerweile eine Menge gute Auszubildende, die nicht vom Hof kommen“, betonte Schwarte während der eröffnenden Gesprächsrunde.

Für die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb recherchierte Schwarte unter anderem auf dem LWK-Portal „Agrarjobbörse“. Ihre Tipps: „Am besten einen Betrieb wählen, der breiter aufgestellt ist, damit man möglichst viele Produktionsbereiche kennenlernt. Und auf jeden Fall auf Probe arbeiten, um herauszufinden, ob man gut ins Team passt.“ Wenn der Wunsch-Betrieb etwas weiter weg sei von zu Hause, sei das auf jeden Fall ein Vorteil, betonte Schwarte: „Man lernt auf diese Weise leichter neue Leute kennen und ist insgesamt aufgeschlossener.“ 

Gärtnermeisterin Draber: Gute Fachkräfte können sich Job frei aussuchen

„Gut ausgebildete Fachkräfte können sich ihre Arbeitsstelle in unserer Branche aktuell im Grunde frei aussuchen', berichtete Gärtnermeisterin Luisa Draber. Die Vielseitigkeit macht für sie den Beruf Gärtner/in besonders attraktiv.
„Gut ausgebildete Fachkräfte können sich ihre Arbeitsstelle in unserer Branche aktuell im Grunde frei aussuchen, berichtete Gärtnermeisterin Luisa Draber. Die Vielseitigkeit macht für sie den Beruf Gärtner/in besonders attraktiv.Wolfgang Ehrecke
„Das große Fachwissen meines Meisters und die Verantwortung, die mir im Laufe der Ausbildung übertragen wurde, haben die Begeisterung für meinen Beruf gestärkt“, berichtete Luisa Draber aus Westerstede (Kreis Ammerland) über ihre Beweggründe, nach der Ausbildung zur Gärtnerin in der Fachrichtung Baumschule auch noch die Meisterprüfung anzugehen. „Durch die Meisterprüfung wollte ich außerdem die Ausbildereignung bekommen, um selbst eines Tages für Auszubildende ein motivierendes Vorbild zu sein, wie mein Meister es für mich war.“

Bei der Meisterprüfung gehörte Draber schließlich zu den Jahrgangsbesten. Sich Mühe zu geben, lohne sich, betonte Draber: „Gut ausgebildete Fachkräfte können sich ihre Arbeitsstelle in unserer Branche aktuell im Grunde frei aussuchen. Fortbildungen wie die Meisterprüfung verstärken diesen Effekt beziehungsweise ermöglichen den Zugang zu weiteren Arbeitsplätzen.“ Was Draber im Beruf Gärtnerin besonders gefällt, ist die Vielfältigkeit: „Möchte ich zum Beispiel eine Zimmerpflanze im Labor unter sterilen Bedingungen vermehren oder doch lieber einen tonnenschweren, mehrere Jahrzehnte alten Baum mit großen Maschinen aus dem Boden roden? Oder vielleicht doch lieber Obstbäume pflegen und die Früchte ernten und vermarkten? Dank der sieben Fachrichtungen gibt es sehr viele Möglichkeiten, eine für sich persönlich erfüllende Aufgabe zu finden.“

Zusätzlich zu ihrer Urkunde erhielten alle Jahrgangsbesten einen Bildungsgutschein im Wert von 250 Euro. Damit haben die jungen Fachleute die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten mit Veranstaltungen aus dem Weiterbildungsprogramm der LWK noch weiter zu verbessern.

Ausbildungszahlen: Trend zeigt nach oben

An diesem festlichen Nachmittag bilanzierte die LWK zugleich eine ihrer wichtigsten Aufgaben überhaupt: die Aus- und Fortbildung des agrar- und hauswirtschaftlichen Nachwuchses zu sichern. Aktuell werden in Niedersachsen 5.169 Menschen in zwölf Berufen ausgebildet. Darunter sind die Agrarberufe Landwirt/in, Fachkraft Agrarservice, Gärtner/in, Pferde-, Tier-, Fisch-, Forstwirt/in, Revierjäger/in, Pflanzen- und Milchtechnologe/in, Milchwirtschaftliche/r Laborant/in sowie Hauswirtschafter/in.

Das Plus bei den Ausbildungsverträgen (+5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wird vor allem durch eine starke Nachfrage in den Berufen Landwirt/in und Gärtner/in getragen. „Insgesamt betrachtet sind die Ausbildungszahlen im Vergleich zu anderen Branchen sowie angesichts des Strukturwandels in der Landwirtschaft immer noch erfreulich stabil“, sagte Kammerpräsident Schwetje. „Neben den stark verbreiteten Berufe Landwirtin und Landwirt sowie Gärtnerinnen und Gärtner gilt das auch für spezialisierte Berufe wie Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten sowie Pflanzentechnologinnen und Pflanzentechnologen.“

Lebenswichtige Berufe für Ernährung und Natur

Viele junge Menschen verstünden die Bedeutung der grünen Branche und wüssten, wie viele Karrieremöglichkeiten sich ihnen dort böten, fügte der Kammerpräsident hinzu: „Wir werden nicht aufhören, die gesellschaftliche Bedeutung der grünen Berufe, ihre Vielfalt, ihre Durchlässigkeit und die zahlreichen Aufstiegsmöglichkeiten zu betonen. Denn wir wollen erreichen, dass langfristig immer genügend junge Menschen bereit sind, die für den Menschen lebenswichtigen Felder Ernährung und Natur zu bearbeiten und weiterzuentwickeln.“

Dank an Ausbildungsbetriebe und Prüfer/-innen

„Heute wollen wir außerdem den zahlreichen Fachleuten danken, die mit hohem Aufwand Prüfungen organisieren und abhalten, und zugleich den vielen Ausbildungsbetrieben in ganz Niedersachsen, deren Engagement die Grundlage für unser erfolgreiches duales Ausbildungssystem bildet“, ergänzte Kammer-Vizepräsidentin Dagmar Heyens in ihrem Schlusswort.

„Die heutige Zeugnisübergabe gehört zu den zahlreichen Berührungspunkten, die die wertvollen Nachwuchskräfte im Laufe ihres Berufslebens mit der LWK haben werden“, unterstrich die Vizepräsidentin mit Blick auf das Beratungs- und Bildungsangebot der LWK. „Wir wollen ihnen einen Ankerpunkt geben, um Netzwerke zu bilden und die grüne Branche weiterzubringen.“


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