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Afrikanische Schweinepest (ASP): Fragen und Antworten

In Osteuropa ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wild- und Hausschweinen auf dem Vormarsch. Nur zwölf Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt gab es in Westpolen ASP-Fälle bei Wildschweinen. Seit September 2018 werden auch in Belgien immer mehr tote Wildschweine positiv auf das ASP-Virus getestet. Lesen Sie in unseren Fragen und Antworten, was ASP ist, wie diese Krankheit übertragen wird, wie die Vorbeugung funktioniert, was bei einem Ausbruch in Deutschland passieren und was dies für Landwirte, Handel und Verbraucher bedeuten könnte.

Oldenburg - Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt und insoweit weder für andere Tierarten noch den Menschen eine Gefahr darstellt. Dennoch hätte ein Ausbreitung von ASP in Deutschland massive Folgen: Beim Ausbruch in Hausschweinebeständen müssten alle Schweine der betroffenen Bestände getötet und in Tierkörperbeseitigungsanlagen unschädlich beseitigt werden.

Die Erkrankung ist eine Herausforderung für das betriebsindividuelle Risikomanagement: Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sind gefordert, ihre Absicherung für den Fall von ASP zu überprüfen.

In unseren Fragen und Antworten (siehe unten im Anhang als .pdf-Dokument) erklären wir, wie die Viruserkrankung übertragen wird, wie sie bei infizierten Tieren verläuft, welche Vorsichtsmaßnahmen nun besonders wichtig sind, was im Falle eines ASP-Ausbruchs in Deutschland geschehen würde und was ein Befall von Wild- und Hausschweinen mit ASP für Landwirte, Handel und Verbraucher bedeuten würde.

LAVES koordiniert Krisenpläne

Die Fachleute für Tierhaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sind beteiligt an Arbeitsgruppen, die Krisenpläne für den Fall des Ausbruchs der ASP in Deutschland erarbeiten. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) dokumentiert den aktuellen Stand der Krisenpläne. Die aktuelle geografische Verbreitung der ASP beschreibt das Friedrich-Loeffler-Institut, das auch die Ausbruchszahlen auflistet.

Bisher gibt es keinen ASP-Infektionsfall in der Bundesrepublik. Damit dies möglichst so bleibt, haben unter anderem auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das niedersächsische Landwirtschaftsministerium sowie die Schweinehalter Hinweise zur Vorbeugung herausgegeben. Als Orientierung in den Bereichen Logistik, Transport und Beratung hat der Deutsche Raiffeisenverband ein Krisenhandbuch veröffentlicht.

Gefährdete Bezirke mit Pufferzonen

Bricht die Afrikanische Schweinepest in Deutschland aus, legen in der Regel die Veterinärbehörden der betroffenen Landkreise gefährdete Bezirke und Pufferzonen fest, in denen zum Beispiel Verbote und Einschränkungen für den Transport von Schweinen und Schweinefleischprodukten gelten.

Nicht nur Schweinehalter, sondern auch andere land- und forstwirtschaftliche Betriebe in den gefährdeten Bezirken und Pufferzonen müssen mit Einschränkungen rechnen: Die Nutzung von Flächen können Behörden zum Beispiel einschränken, um das Abwandern des Schwarzwildes zu verhindern. Im weiteren Verlauf der Bekämpfung der ASP in der Schwarzwildpopulation könnte eine verstärkte Bejagung der Wildschweine oder das Anlegen von Jagdschneisen angeordnet werden.

Für wirtschaftliche Schäden, die durch behördliche Anordnungen wie etwa Ernteverbote entstanden sind, werden Entschädigungssätze festgesetzt. Ansprechparterin für mögliche Entschädigungszahlungen ist in der Regel die anordnende Behörde des jeweiligen Landkreises.


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Stand: 09.03.2020