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Afrikanische Schweinepest: Welche private Absicherung für schweinehaltende Betriebe ist möglich?

Die Versicherungswirtschaft hat einen ganzen Strauß an Versicherungsmöglichkeiten für die Ertragsschadensabsicherung landwirtschaftlicher Betrieb im Angebot. Im Schweinebereich lassen sich unter anderem folgende Risiken absichern:

  • Anzeigepflichtige Tierseuchen (gemäß Verordnung über anzeigepflichtige Tierseuchen)
  • Unfälle im Tierbestand
  • (Meldepflichtige) Tierkrankheiten
  • Diebstahl
  • Beanstandungen bei amtlicher Untersuchung auf Kontaminationen durch Schadstoffe

Generell gilt es, als Unternehmer Risiken, die den Betrieb in Existenzgefahr bringen würden, an einen Versicherer abzugeben und diesem dafür eine Versicherungsprämie zu zahlen. Aber welche Risiken einen Betrieb ins Wanken bringen, ist sehr unterschiedlich. Zentraler Punkt ist hier der Festkostenblock. Dieser ist auch bei zwischenzeitlicher Einstellung der Produktion weiter zu leisten. Zu den Festkosten zählen unter anderem: Fremdkapitalkosten, Fremdarbeitslöhne, Flächenpachten. Weiterer Einflussfaktor ist der Spezialisierungsgrad des Betriebes und damit die Möglichkeit, die Einbußen eines Betriebszweiges durch einen anderen zwischenzeitlich abpuffern zu können.

Hat sich der Betriebsleiter für die Absicherung eines oder mehrerer Risiken entschieden, geht es um die Wahl des Versicherers. Die Angebote der Ertragsschadensversicherer unterscheiden sich inhaltlich und preislich, weshalb es sich lohnt mehrere Angebote einzuholen. So findet man das optimal passende Angebot für seinen Betrieb. Die Gefahr hier Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist allerdings extrem groß.

Es ist sehr wichtig allen Versicherern die gleichen Parameter zu nennen. Das bezieht sich u.a. auf Tierzahlen, Leistungsdaten, zu versichernde Risiken. Lesen sie hierzu auch „ASP: Wie passgenau ist der vorhandene Versicherungsschutz?“. Darin werden weitere wichtige Versicherungsparameter beschrieben. Oder Sie wenden sich an einen der sozioökonomischen Berater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Diese unterstützen bei der Suche nach dem passenden Versicherungsschutz.


Kontakt:
Eva-Maria Asmussen
Beraterin Sozioökonomische Beratung, Seminarleitung Bauernhofpädagogik
Telefon: 0441 801-814
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:
Wiebke Wennemer
Beraterin Sozioökonomische Beratung
Telefon: 05941 9265-15
Telefax: 05941 9265-55
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Stand: 14.09.2020