Durch das geltende EU-Tiergesundheitsrecht stehen Tierhalter in der besonderen Verantwortung, den „Schutz vor biologischen Gefahren“ auf ihren Betrieben sicherzustellen. In diesem Zusammenhang müssen Schweine haltende Betriebe (auch Kleinstbetriebe und Hobbyhalter) zum 01.01.2026 einen entsprechenden Biosicherheitsmanagementplan vorliegen haben.
Schweine in der LWK-Versuchsstation WehnenWolfgang EhreckeDer Fokus dieses Biosicherheitsmanagementplans liegt auf der Abschirmung des Betriebes gegenüber dem Seucheneintrag. In diesem sollen Verfahren zur Seuchenprävention im eigenen Betrieb beschrieben werden. Dazu gehören beispielsweise Regelungen zum Tier-, Personen- und Fahrzeugverkehr im Betrieb oder wie Ausrüstung im Betrieb genutzt wird. Zur Umsetzung des Biosicherheitskonzepts nach EU-Recht und nationalem Recht haben die Niedersächsische Tierseuchenkasse und das Landvolk Niedersachsen, zusammen mit weiteren Akteuren, eine Arbeitshilfe geschaffen. Es wird empfohlen, das Ausfüllen dieses Biosicherheitsmanagementplans zusammen mit einem Tierarzt durchzuführen, der an einer Biosicherheitsfortbildung teilgenommen hat. Zudem kann ein qualifizierter Fachberater (Berater, der ebenfalls an einer Biosicherheitsfortbildung teilgenommen hat) zusätzlich mit hinzugezogen werden. Die Beratung und das Ausfüllen des Biosicherheitsplans sind in diesem Fall aufgrund der Beihilfe-Förderung durch die Tierseuchenkasse für den Betrieb kostenlos. Liegt der Biosicherheitsmanagementplan bis zum 01.01.2026 nicht vor, kann es im Seuchenfall, unabhängig von anderen Sanktionsmaßnahmen, zu Kürzungen bei der Abwicklung von Entschädigungsleistungen kommen.
Um dieses betriebliche Biosicherheitskonzept auf dem aktuellen Stand zu halten, ist eine jährliche Überprüfung und ggf. Aktualisierung notwendig. Auch hier kann die Unterstützung von anerkannten Tierärzten und ggf. Beratern in Anspruch genommen werden, was ebenfalls von der Tierseuchenkasse gefördert wird.
Weitere Informationen, der Leitfaden zum Biosicherheitskonzept inkl. Checklisten, der Biosicherheitsmanagementplan sowie eine Auflistung geschulter Tierärzte und Fachberater sind unter folgendem Link abrufbar:
Bundesweite Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit nach Tierarzneimittelgesetz (TAMG) für das Jahr 2025 veröffentlicht
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am13. Februar 2026 auf der hauseigenen Homepage die bundesweiten Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit für Rinder, Schweine, Hühner und Puten für das Jahr …
TAM-Meldungen in HI-Tier fällig bis zum 14.01.2026
Arzneimittelanwendungen müssen bis zum Stichtag 14.01.2026 in der Tierarzneimitteldatenbank (TAM-Datenbank) gemeldet werden (für zweite Kalenderhalbjahr des betreffenden Jahres).
Meldeverpflichtungen für Schweine nicht vergessen!
1. Stichtagsmeldung an die VIT (HI-Tier)
Nach § 26 (3) der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) hat der Tierhalter – auch der Hobbyschweinehalter – der zuständigen Behörde oder einer von dieser beauftragten Stelle bis zum …
Um- und Neubauplanungen im Deckzentrum – was ist als Nächstes zu tun?
Ab dem 09. Februar 2029 müssen Sauen und Jungsauen im Deckzentrum verpflichtend in Gruppen gehalten werden – gemäß den neuen Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztVO).
Fachberater in der Schweinehaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Die Fachberater Schweinehaltung der LWK Niedersachsen in der Zentrale sowie vor Ort an den Bezirksstellen werden in dem anliegenden Flyer „Schweine - Beratung der LWK Niedersachsen“ vorgestellt.
Deutschland erlangt Status "MKS-frei ohne Impfung" wieder
Ab dem 14.04.2025 hat Deutschland für das gesamte Bundesgebiet den Status "MKS-frei ohne Impfung" wiedererlangt. Die Weltorgangisation für Tiergesundheit (WOAH) gab dem Antrag Deutschlands nun auch für die ehemalige "…
Sachkundelehrgang - Betäuben und Töten von Rindern und Schweinen
05.05.2026 - 07.05.2026
Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung (bsi Schwarzenbek) einen Lehrgang zum Erwerb des Sachkundenachweises nach …
Informationsveranstaltung Ökologische Schweinehaltung inkl. Besichtigung eines ökologischen Schweinestalls
26.05.2026
Sie halten Schweine und überlegen auf Bio-Haltung umzusteigen, wissen aber nicht, wie Ihnen ein Einstieg gelingt? Oder Sie sind schon im Ökolandbau tätig und möchten nun auch in die Schweinehaltung einsteigen? Dann sind Sie …
Die Emissionen aus der Nutztierhaltung stehen im Fokus nationaler und internationaler Strategien zur Reduktion von Ammoniak- und Treibhausgasemissionen. Vor diesem Hintergrund richten die LWK-Geschäftsbereiche Landwirtschaft und …
Sachkundelehrgang - Betäuben und Töten von Rindern und Schweinen
10.11.2026 - 12.11.2026
Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung (bsi Schwarzenbek) einen Lehrgang zum Erwerb des Sachkundenachweises nach …
Die Veranstaltung bietet den Schweine- und Geflügelhaltern der gesamten nordwestdeutschen Veredlungsregion die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen der Sauen- und Schweinehaltung sowie der Geflügelmast zu informieren und zu…
Der Termin steht noch nicht fest - tragen Sie sich unten gerne in die unverbindliche Vormerkliste ein. Wir melden uns bei Ihnen, sobald die Anmeldung möglich ist!
Die Ferkelkastration ist ab dem 01. Januar 2021 nur noch mit Betäubung …
Sie planen die Schweineställe Ihres Betriebes im Sinne des Tierwohls und zur Einhaltung der zukünftigen Regeln der TierSchNutztV umzubauen. Sie suchen nach wirtschaftlichen, baurechtlich möglichen und tiergerechten Umbaumö…
Sie sind Schweinemäster und nutzen bereits alle Controllinginstrumente. Sie wünschen sich eine fundierte Analyse Ihrer Produktionstechnik und Ökonomie in der Schweinemast.
Ringelschwanzprämie im Rahmen der ELER-Tierwohlförderung
Sie sind Schweinehalter und haben Interesse im Rahmen der Tierwohlförderung an der sogenannten Ringelschwanzprämie bei Mastschweinen und/oder Anzuchtferkeln teilzunehmen.
Ausgangslage
Schweinehalter berichten bei ihren Tieren seit Jahren von einer vermutlich züchtungsbedingten Verschlechterung des Sozialverhaltens (Beißen, agonistisches Verhalten), insbesondere während der Aufzucht und Mast …
Ausgangslage
Die erhöhte Fruchtbarkeitsleistung von Sauen von 25 Ferkeln/Sau im Jahr 2006 auf 32 Ferkel/Sau im Jahr 2016 korreliert negativ mit der Entwicklung des Geburtsgewichts, insbesondere wenn die Sau im geburtsnahen Zeitraum nicht gesund…
Ausgangslage
Für Schweinehalter ist es eine zunehmende Herausforderung, das Tierwohl zu verbessern, den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren, die Erzeugung transparenter zu machen und die Anforderungen der Gesellschaft an die Tierhaltung zu erf&…
Ausgangslage
Schweinegesundheit und Tierschutz sind untrennbar mit dem Einsatz von Antibiotika verbunden und gewinnen für Gesellschaft und Landwirte gleichermaßen an Bedeutung. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Kriterien …
Ausgangslage
Ein routinemäßiges Kupieren der Schwänze von Schweinen ist grundsätzlich verboten. Wiederholt kommt es in schweinehaltenden Betrieben zu der Verhaltensstörung Schwanzbeißen. Diese Problematik ist ein …
Ausgangslage
Um die Tiergerechtheit von Haltungen bewerten und die Entwicklung über Jahre verfolgen zu können, ist es unerlässlich, dass Wohl der darin gehaltenen Tiere zu messen. Hierzu wurden in den vergangenen Jahren eine Vielzahl …