Niedersächsisches Biosicherheitskonzept für Schweine haltende Betriebe nach dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt
Webcode: 01044412
Stand: 15.07.2025
Durch das geltende EU-Tiergesundheitsrecht stehen Tierhalter in der besonderen Verantwortung, den „Schutz vor biologischen Gefahren“ auf ihren Betrieben sicherzustellen. In diesem Zusammenhang müssen Schweine haltende Betriebe (auch Kleinstbetriebe und Hobbyhalter) zum 01.01.2026 einen entsprechenden Biosicherheitsmanagementplan vorliegen haben.
Schweine in der LWK-Versuchsstation WehnenWolfgang EhreckeDer Fokus dieses Biosicherheitsmanagementplans liegt auf der Abschirmung des Betriebes gegenüber dem Seucheneintrag. In diesem sollen Verfahren zur Seuchenprävention im eigenen Betrieb beschrieben werden. Dazu gehören beispielsweise Regelungen zum Tier-, Personen- und Fahrzeugverkehr im Betrieb oder wie Ausrüstung im Betrieb genutzt wird. Zur Umsetzung des Biosicherheitskonzepts nach EU-Recht und nationalem Recht haben die Niedersächsische Tierseuchenkasse und das Landvolk Niedersachsen, zusammen mit weiteren Akteuren, eine Arbeitshilfe geschaffen. Es wird empfohlen, das Ausfüllen dieses Biosicherheitsmanagementplans zusammen mit einem Tierarzt durchzuführen, der an einer Biosicherheitsfortbildung teilgenommen hat. Zudem kann ein qualifizierter Fachberater (Berater, der ebenfalls an einer Biosicherheitsfortbildung teilgenommen hat) zusätzlich mit hinzugezogen werden. Die Beratung und das Ausfüllen des Biosicherheitsplans sind in diesem Fall aufgrund der Beihilfe-Förderung durch die Tierseuchenkasse für den Betrieb kostenlos. Liegt der Biosicherheitsmanagementplan bis zum 01.01.2026 nicht vor, kann es im Seuchenfall, unabhängig von anderen Sanktionsmaßnahmen, zu Kürzungen bei der Abwicklung von Entschädigungsleistungen kommen.
Um dieses betriebliche Biosicherheitskonzept auf dem aktuellen Stand zu halten, ist eine jährliche Überprüfung und ggf. Aktualisierung notwendig. Auch hier kann die Unterstützung von anerkannten Tierärzten und ggf. Beratern in Anspruch genommen werden, was ebenfalls von der Tierseuchenkasse gefördert wird.
Weitere Informationen, der Leitfaden zum Biosicherheitskonzept inkl. Checklisten, der Biosicherheitsmanagementplan sowie eine Auflistung geschulter Tierärzte und Fachberater sind unter folgendem Link abrufbar:
Schulung der Schweineberaterinnen und -berater 2026
Am 21. und 22. Mai 2026 fand in Stapelfeld die jährliche Schulung der Beratungskräfte für Schweinehaltung statt. Organisiert wird diese Tagung von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit den Beratungsringen und …
Bundesweite Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit nach Tierarzneimittelgesetz (TAMG) für das Jahr 2025 veröffentlicht
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am13. Februar 2026 auf der hauseigenen Homepage die bundesweiten Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit für Rinder, Schweine, Hühner und Puten für das Jahr …
TAM-Meldungen in HI-Tier fällig bis zum 14.01.2026
Arzneimittelanwendungen müssen bis zum Stichtag 14.01.2026 in der Tierarzneimitteldatenbank (TAM-Datenbank) gemeldet werden (für zweite Kalenderhalbjahr des betreffenden Jahres).
Meldeverpflichtungen für Schweine nicht vergessen!
1. Stichtagsmeldung an die VIT (HI-Tier)
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Um- und Neubauplanungen im Deckzentrum – was ist als Nächstes zu tun?
Ab dem 09. Februar 2029 müssen Sauen und Jungsauen im Deckzentrum verpflichtend in Gruppen gehalten werden – gemäß den neuen Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztVO).
Fachberater in der Schweinehaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Die Fachberater Schweinehaltung der LWK Niedersachsen in der Zentrale sowie vor Ort an den Bezirksstellen werden in dem anliegenden Flyer „Schweine - Beratung der LWK Niedersachsen“ vorgestellt.
Beraterhochschultagung 2026 - Zukunft der landwirtschaftlichen Beratung – Kompetenzen im KI-Zeitalter
26.10.2026
Auf der Beraterhochschultagung werden aktuelle und zukünftige Anforderungen an die landwirtschaftliche Beratung beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Kompetenzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz erforderlich sind. …
Schadnagerbekämpfung: Aktueller rechtlicher Stand und praktische Durchführung
05.11.2026
Zurzeit werden neue Regelungen für den Einsatz von Rodentiziden in der Schadnagerbekämpfung erarbeitet. Seit Juni 2026 gilt bereits das Verbot der präventiven Dauerbeköderung durch die EU. Diese neuen Änderungen aber auch die…
Parasiten und Biosicherheit im Blick – Strategien für gesunde Schweinebestände
05.11.2026
Parasiten können die Tiergesundheit und Leistungsfähigkeit von Schweinebeständen erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig gewinnt die Biosicherheit als wichtiger Baustein zur Vorbeugung von Krankheiten zunehmend an Bedeutung.
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Sachkundelehrgang - Betäuben und Töten von Rindern und Schweinen
10.11.2026 - 12.11.2026
Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung (bsi Schwarzenbek) einen Lehrgang zum Erwerb des Sachkundenachweises nach …
Sachkundelehrgang Ferkelkastration mittels Inhalationsnarkose (Isofluran-Schulung)
Die Ferkelkastration ist ab dem 01. Januar 2021 nur noch mit Betäubung erlaubt. Die Isofluranbetäubung darf außer von Tierärzten auch von …
Den Schweinestall optimal gestalten – fit für Klima und Tierwohl
19.11.2026
Welche Anforderungen stellen Schweine an ihre Haltungsumgebung und wie können moderne Stallsysteme diesen gerecht werden? Ausgehend von den natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnissen der Tiere wird in diesem Webseminar erlä…
Sie planen die Schweineställe Ihres Betriebes im Sinne des Tierwohls und zur Einhaltung der zukünftigen Regeln der TierSchNutztV umzubauen. Sie suchen nach wirtschaftlichen, baurechtlich möglichen und tiergerechten Umbaumö…
Sie sind Schweinemäster und nutzen bereits alle Controllinginstrumente. Sie wünschen sich eine fundierte Analyse Ihrer Produktionstechnik und Ökonomie in der Schweinemast.
Ringelschwanzprämie im Rahmen der ELER-Tierwohlförderung
Sie sind Schweinehalter und haben Interesse im Rahmen der Tierwohlförderung an der sogenannten Ringelschwanzprämie bei Mastschweinen und/oder Anzuchtferkeln teilzunehmen.
Ausgangslage
Schweinehalter berichten bei ihren Tieren seit Jahren von einer vermutlich züchtungsbedingten Verschlechterung des Sozialverhaltens (Beißen, agonistisches Verhalten), insbesondere während der Aufzucht und Mast …
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Die erhöhte Fruchtbarkeitsleistung von Sauen von 25 Ferkeln/Sau im Jahr 2006 auf 32 Ferkel/Sau im Jahr 2016 korreliert negativ mit der Entwicklung des Geburtsgewichts, insbesondere wenn die Sau im geburtsnahen Zeitraum nicht gesund…
Ausgangslage
Für Schweinehalter ist es eine zunehmende Herausforderung, das Tierwohl zu verbessern, den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren, die Erzeugung transparenter zu machen und die Anforderungen der Gesellschaft an die Tierhaltung zu erf&…
Ausgangslage
Schweinegesundheit und Tierschutz sind untrennbar mit dem Einsatz von Antibiotika verbunden und gewinnen für Gesellschaft und Landwirte gleichermaßen an Bedeutung. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Kriterien …
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Ein routinemäßiges Kupieren der Schwänze von Schweinen ist grundsätzlich verboten. Wiederholt kommt es in schweinehaltenden Betrieben zu der Verhaltensstörung Schwanzbeißen. Diese Problematik ist ein …
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