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Hygiene – wichtiger Bestandteil des Allergenmanagements

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Im Umgang mit Lebensmitteln ist das Risiko der Übertragung von Allergenen auf nicht allergene Speisen und Getränke relativ hoch. Ein gutes Allergenmanagement mit entsprechenden Hygienemaßnahmen sorgt dafür, dass Verunreinigungen durch Kreuzkontaminationen weitestgehend vermieden werden. Entsprechende Maßnahmen beginnen bei der Warenannahme und enden mit der Speisenausgabe.

Allergene
AllergeneGudrun Göppert
Allergene - richtig kennzeichnen

Die 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen, müssen im Zutatenverzeichnis aufgeführt sein und hervorgehoben werden. Die Hervorhebung kann z.B. durch die Schriftart, den Schriftstil oder die Hintergrundfarbe erfolgen.

Auch bei unverpackter Ware, z.B. an der Be­dienungstheke oder im Restaurant, ist eine In­formation über Allergene verpflichtend. Diese Information kann schriftlich, elektronisch oder mündlich erfolgen. Bei mündlicher Information muss auf Nachfrage eine schriftliche Doku­men­tation leicht erhältlich sein, z.B. über Rezept­angaben oder ein Informationsblatt. In der Ver­kaufs- oder Abgabestätte muss es darauf einen deutlichen Hinweis geben.

Die Kennzeichnungspflicht gilt auch für Ver­arbeitungsprodukte und für die bei der Produk­tion eingesetzten Hilfsstoffe. Verliert ein Stoff bei der Verarbeitung oder Herstellung sein aller­genes Potential, muss er nicht gekenn­zeichnet werden. Ausnahmen (z.B. Glucosesirup auf Weizenbasis) sind in der Lebemsmittelinformations-Verordnung genannt.

Gibt es kein Zutatenverzeichnis, müssen die Stoffe oder Erzeugnisse mit dem zusätzlichen Hinweis „enthält“ gekennzeichnet sein, z.B. „enthält Erdnüsse“. Keine Angabe ist erforder­lich, wenn sich die Bezeichnung des Lebens­mittels eindeutig auf diese Stoffe oder Erzeug­nisse beziehen.

 

Die 14 häufigsten Allergene

  1. Fisch und Fischerzeugnisse
  2. Soja und Sojaerzeugnisse
  3. Sellerie und Sellerieerzeugnisse
  4. Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose)
  5. Eier und Eiererzeugnisse
  6. Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
  7. glutenhaltiges Getreide sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
    Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon
  8. Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse
  9. Senf und Senferzeugnisse
  10. Lupine und Lupinenerzeugnisse
  11. Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 mg pro kg oder Liter), als SO2 angegeben
  12. Nüsse,Schalenfrüchte:
    Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Kaschunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse oder Queenslandnüsse
  13. Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse
  14. Schnecken, Muscheln, Tintenfische, Austern etc.
  15. Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
  16. Flusskrebse, Garnelen, Hummer, Krabbe, Krill, Langusten, Scampi

 

Hygiene ist ein wichtiger Bestandteil des Allergenmanagements

Betriebe mit umfangreichem HACCP-Konzept erstellen im Rahmen des Allergenmanagements Risikoanalysen, definieren Kontrollpunkte, schulen ihre Mitarbeiter und ergreifen entsprechende Reinigungsmaßnahmen.

Durch Gute-Hygiene-Praxis kann eine Kontamination mit Allergenen vermieden und Allergiker sicher verpflegt werden.

 

Laden Sie sich gerne das Plakat  „Die 14 häufigsten Lebensmittelallergien“ herunter, um Ihr Personal zu sensibilisieren.