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Drittmittelprojekte bei der Landwirtschaftskammer

Prima

Planung- und Risokomanagement - Integration von Instrumenten des Risikomanagements in den Forsteinrichtungsprozess


Ausgangslage
Das Risikomanagement identifiziert die Ziele, die ein Betrieb erreichen möchte und von welchen Faktoren sie beeinflusst werden. Welche Baumarten Waldbesitzer angesichts des Klimawandels pflanzen sollten, wie sicher Wälder hinsichtlich der Verkehrssicherung sind, ob man Betriebe besser vor Störungen wie Sturm oder Trockenheit schützen kann, sind nur einige der Fragen, die im Mittelpunkt stehen. Das Risikomanagement gibt auch Antworten auf die Frage, wie wahrscheinlich ein Waldbrand in einem Bestand ist. Das Risikomanagement identifiziert die Ziele, die ein Betrieb erreichen möchte und von welchen Faktoren sie beeinflusst werden.

Zielsetzung
Oberes Ziel von PRIMA ist es, die Voraussetzung zu schaffen, verschiedene solcher Tools in die Forsteinrichtungsprozesse zu integrieren. In der Vergangenheit wurden bereits verschiedene Verfahren zur Risikobewertung und -handhabung entwickelt. Dennoch finden diese nur sehr eingeschränkt Eingang in die Forsteinrichtung. Dort setzt das Projekt PRIMA an.

Projektdurchführung
Zunächst erfolgt eine Erarbeitung von geeigneten Verfahren zur Risikoplanung. Danach werden diese in Modellbetrieben getestet. Geplant sind zwei Testphasen und eine Feedbackphase. Aus den gesammelten Ergebnissen und Erfahrungen soll schlussendlich ein EDV-Tool und ein Online-Handbuch zu den Verfahren der Risikobewertung und Planung in der Forsteinrichtung erstellt werden.

Beginn: 01.10.2020 / Ende: 30.09.2022

Baumholz

Kontakt und Ansprechpartner*innen

Projektleitung:
FD
Martin Hillmann

Leiter Fachbereich Forsteinrichtung, Bewertung, Waldinventur Raumordnung, Naturschutz

0511 3665-1441
0511 3665-1513
0511 3665-0

martin.hillmann~lwk-niedersachsen.de

Projektmitarbeit:
M.Sc. Urbanes Baum- u. Waldmanagement
Lisa Jödicke

Projekt PRIMA

0152 5478 2841
0511 3665-1513
0511 3665-0
0152 5478 2841

lisa.joedicke~lwk-niedersachsen.de


Drittmittelgeber

FNR Fachagentur nachwachsende Rohstoffe

Projekt-Partner

FVA Baden-Württemberg
Sachsenforst

Projekt-Website

www.fva-bw.de/abteilungen/forstliches-management-und-oekosystemleistungen/prima





Beiträge aus dem Projekt-Blog


Projekt PRIMA bezieht Risiken in praktische Forstplanung frühzeitig mit ein

Störungen im Wald wie z.B. Sturm werden bisher als „höhere Gewalt“ angesehen. Gemeinsam mit zwei Projektpartnern will die Landwirtschaftskammer Niedersachsen das ändern: Die Risiken sollen zu einer berechenbaren Plangröße werden.

Oldenburg – Welche Baumarten soll ich angesichts des Klimawandels in meinem Wald pflanzen? Wie sicher ist mein Wald für Besucher*innen hinsichtlich der Verkehrssicherung? Kann ich meinen Betrieb besser vor Störungen wie Sturm oder Trockenheit schützen? Wie wahrscheinlich ist ein Waldbrand in meinem Bestand? Was kann ich tun, um Risiken im Forstbetrieb abzuschätzen?

Diese oder ähnliche Fragen sind nicht neu für Waldbesitzende. „Bisher fehlt aber eine praxistaugliche Lösung zur Bewertung und Handhabung von Risiken im Forstbetrieb“, erklärt Martin Hillmann, Leiter des Fachbereichs Forsteinrichtung, Bewertung, Waldinventur, Raumordnung, Naturschutz bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK). Hier setzt ein neues Kooperationsprojekt von LWK, Sachsenforst und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) an: Ziel von PRIMA (Planung und Risikomanagement) ist die konzeptionelle Integration des Risikomanagements in die Forsteinrichtungsplanung.

Das Kooperationsprojekt soll Risiken frühzeitig in die praktische Forstplanung einbeziehen. Solche Störungen im Wald wie z.B. Sturm werden bisher als „höhere Gewalt“ angesehen. Zukünftig sollen sie als Risiko analysiert und strategisch eingeplant werden können.

Ein Waldbesitzer in Rücksprache mit einem Berater und einer Beraterin der LWK. Im Gespräch zur Planung für den Wald sollen in Zukunft auch Risiken berücksichtigt werden - © LWK

 

PRIMA (Planung und Risikomanagement)

Welche Baumarten soll ich angesichts des Klimawandels in meinem Wald pflanzen? Wie sicher ist mein Wald für Besucher und Besucherinnen hinsichtlich der Verkehrssicherung? Kann ich meinen Betrieb besser vor Störungen wie Sturm oder Trockenheit schützen? Wie wahrscheinlich ist ein Waldbrand in meinem Bestand? Was kann ich tun um Risiken im Forstbetrieb überhaupt abzuschätzen?

Diese oder ähnliche Fragen sind nicht neu für Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen. Bisher fehlt aber eine praxistaugliche Lösung zur Bewertung und Handhabung von Risiken im Forstbetrieb. Dort setzt das Projekt PRIMA an. Oberes Ziel von PRIMA ist die konzeptionelle Integration des Risikomanagements in die Forsteinrichtungsplanung.

 

Ausgangslage

Die Inventur und Planung eines Forstbetriebes wird mithilfe einer sogenannten Forsteinrichtung durchgeführt. Sie ist ein bereits seit langer Zeit eingeübtes Verfahren in der Waldbewirtschaftung. Im Wesentlichen stellt sie den Rahmen für die künftige Gestaltung von Wäldern. Zudem sind die Produktionszeiträume im Wald lang. So entsteht die Chance frühzeitig (strategisch) Risiken zu berücksichtigen.

Aber wie genau berücksichtige ich diese Risiken? Dieser Frage widmet sich das Risikomanagement. Es identifiziert die Ziele, die ein Betrieb erreichen möchte. Diese werden von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Mithilfe von Risikomanagementverfahren können diese Faktoren analysiert und bewertet werden.

In der Vergangenheit wurden bereits verschiedene Verfahren zur Risikobewertung und -handhabung entwickelt. Dennoch finden diese nur sehr eingeschränkt Eingang in die Forsteinrichtung. Mit dem Projekt PRIMA soll die Voraussetzung geschaffen werden, verschiedene solcher Tools in die Forsteinrichtungsprozesse zu integrieren.Das Projekt PRIMA ist Teil des Netzwerks „Forstliches Risiko- und Krisenmanagement“. Die Idee des Netzwerks ist verschiedene Akteure zusammenzubringen und Informationen zu Risiko- und Krisenmanagement sowie Anpassungen an den Klimawandel zu kommunizieren

 

Umsetzung und Ziele

Das Projekt ist für den Zeitraum zwischen Oktober 2020 und April 2023 angesetzt. Die Leitung übernimmt dabei die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). Sie ist durch ihre Forschung im Umgang mit Risikomanagement geübt.

Zunächst erfolgt eine Erarbeitung von geeigneten Verfahren zur Risikoplanung. Danach werden diese in Modellbetrieben getestet. Während die FVA mit Sachsenforst die ausgewählten Betriebe in Sachsen betreut werden die Modellversuche in Niedersachsen von der LWK durchgeführt. Geplant sind zwei Testphasen und eine Feedbackphase

Aus den gesammelten Ergebnissen und Erfahrungen soll schlussendlich ein EDV-Tool und ein Online-Handbuch zu den Verfahren der Risikobewertung und Planung in der Forsteinrichtung erstellt werden.

 

Weitere Informationen

PRIMA auf der Website der FVA

https://www.fva-bw.de/abteilungen/forstliches-management-und-oekosystemleistungen/prima

Themensammlung Risiko- und Krisenmanagement auf Waldwissennet.de

https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/handbuch-krisenmanagement

Netzwerk „Forstliches Risiko- und Krisenmanagement“

https://forstliches-risikomanagement.de

 

Im anliegenden Info-Blatt finden Sie eine anschauliche Übersicht zum Thema und zu allen Beteiligten.

 

Projektzeitraum

Oktober 2020 bis April 2023

Projektleiter

Martin Hillman, Leiter Fachbereich Forsteinrichtung, Bewertung, Waldinventur, Raumordnung, Naturschutz

Projektmitarbeiterin

Lisa Jödicke

 

 

 

Projektpartner

Weitere Informationen zu den Projektpartnern unter: https://www.fva-bw.de/startseite und https://www.sbs.sachsen.de/.

FVA Logo

Sachsenforst Logo

 

 

 

 

 

 

Projektförderung

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), aus Mitteln der Waldklimafonds gefördert.

Förderkennzeichen: 2218WK42B4 Waldklimafonds

Gefördert durch BMEL und BMUFNR LogoWaldklimafonds

  Projekt PRIMA - Info - 428 KB