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Porträt und Organisation der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist die Selbstverwaltungsorganisation der Landwirtschaft in Niedersachsen. Sie ging am 1. Januar 2006 aus der Fusion der Landwirtschaftskammer Hannover in Hannover und der Landwirtschaftskammer Weser-Ems in Oldenburg hervor.

Aufgaben

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen vertritt die fachlichen Interessen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau. Die wichtigsten Aufgaben der Landwirtschaftskammer sind die Beratung und die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft. Darüber hinaus nimmt die Landwirtschaftskammer zahlreiche Aufgaben im hoheitlichen Wirkungsbereich wahr. Dazu gehören die Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen und die verwaltungsmäßige Abwicklung von zahlreichen Aufgaben in der staatlichen Agrarförderung. Die Landwirtschaftskammer nimmt außerdem gegenüber anderen öffentlich-rechtlichen und staatlichen Körperschaften in Niedersachsen die Aufgaben der landwirtschaftlichen Fachbehörde wahr.


Selbstverwaltung

In der Landwirtschaftskammer arbeiten ehrenamtliche, gewählte Vertreterinnen und Vertreter des Berufsstandes und hauptamtliche Fachleute eng zusammen. Das höchste Beschlussorgan der Landwirtschaftskammer ist die Kammerversammlung. Sie konstituiert sich alle sechs Jahre neu. Ihre insgesamt 138 ehrenamtlichen Mitglieder sind zu 2/3 landwirtschaftliche Unternehmerinnen/Unternehmer und zu 1/3 Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Gartenbau und der Fischerei. Die Mitglieder der Kammerversammlung berufen bis zu 30 weitere Personen aus verschiedenen landwirtschaftlichen Berufsgruppen. Weiterhin bildet die Kammerversammlung zu bestimmten Aufgabengebieten Ausschüsse, deren Aufgabe die Vorbereitung von Beschlussfassungen für die ehrenamtlichen Gremien ist.

Die Kammerversammlung wählt alle drei Jahre eine Präsidentin oder einen Präsidenten, zwei Stellvertreterinnen oder Stellvertreter sowie bis zu zwölf weitere Mitglieder, die gemeinsam den ehrenamtlichen Vorstand der Landwirtschaftskammer bilden.

Der Vorstand wählt für eine Amtszeit von sechs Jahren die Direktorin bzw. den Direktor der Landwirtschaftskammer. Er/Sie ist damit die oder der Vorgesetzte der Beamtinnen, Beamten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und führt die Geschäfte der laufenden Verwaltung und von Auftragsangelegenheiten.

- Den detailierten Organisationsplan finden Sie als Dateianhang -


Geschäftsbereiche

Die laufenden Geschäfte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen führt der Kammerdirektor. In sechs Geschäftsbereichen (Verwaltung, Förderung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, LUFA Nord-West) in Oldenburg und Hannover, in elf Bezirksstellen, zehn Bewilligungsstellen, fünf Forstämtern und mehreren Instituten und Versuchsfeldern sind in der Landwirtschaftskammer rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Betreuungsgebiet der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist das Land Niedersachsen, mit rund 2,6 Millionen Hektar Landwirtschaftlicher Nutzfläche und 700.000 Hektar privaten Waldflächen.

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Rechtliche Grundlagen

Der juristische Status der Landwirtschaftskammer ist der einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Rechtsaufsicht führt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung.

Gesetzliche Grundlage ist das Gesetz über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der aktuellen Fassung. Oberster Dienstherr der Beamten und Angestellten der Landwirtschaftskammer ist der Präsident.

Die Kammerversammlung beschließt über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Gemäß § 25 LwKG regelt die Landwirtschaftskammer ihre inneren Verhältnisse durch die Hauptsatzung. Die Kammerversammlung hat die Satzungen zu beschließen (§ 5 LwKG). 

Verordnung zur Übertragung staatlicher Aufgaben auf die Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Kostensatzung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Hauptsatzung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen


Finanzierung

Die Landwirtschaftskammer finanziert sich über Gebühren, sonstige Einnahmen und Zuschüsse (49 %), den Einnahmen aus dem Kammerbeitrag der beitragspflichtigen Betriebe (14 %) sowie der Finanzzuweisung des Landes Niedersachsen (37 %).


Kammerbeitrag

Die Landwirtschaftskammer erhebt zur Deckung ihres Finanzbedarfs Beiträge. Der sogenannte Kammerbeitrag ist im Gesetz über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LwKG) definiert. Beitragspflichtig ist die Eigentümerin oder der Eigentümer der Grundstücke (Schuldner der Grundsteuer) bzw. Eigentümer/-in  des Fischereifahrzeuges. Am 25. Oktober eines jeden Jahres wird der Beitrag fällig, er wird von den zuständigen Finanzämtern eingezogen.

 


Mehr über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und ihre Geschichte bei Wikipedia



Kontakt:
Rudolf Fuchs
Leiter Fachbereich Marketing, Unternehmenskommunikation
Telefon: 0441 801-183
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Stand: 22.05.2020