Wir bieten Lösungen - regional & praxisnah!
Webcode:01014289

Anerkennung für die Ausbildung

Um ausbilden zu dürfen, müssen sowohl der Ausbildungsbetrieb staatlich anerkannt sein als auch der Ausbilder bzw. die Ausbilderin die fachliche und persönliche Eignung nachweisen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist zuständige Behörde für das Anerkennungsverfahren.

Bilder einer Ausbildung als Landwirt/in
Bilder einer Ausbildung als Landwirt/inAndreas Teichler
1. Anerkennung des Betriebes
Für die Anerkennung ist es erforderlich, dass der Betrieb nach Art und Einrichtung für die Ausbildung geeignet ist. Näheres wird durch eine bundesweit geltende Verordnung geregelt.
Die Anerkennung von Betriebszweigen für die Ausbildung ist an vorgegebene Mindestgrößen (Flächen, Tierzahlen) gekoppelt. Daneben ist auch die Frage, ob und in welchem Umfang der Betrieb ggf. Dritte (z.B. Lohnunternehmer) in die Bewirtschaftung einbezieht, für die Anerkennung einzelner Betriebszweige mit von Bedeutung.
Im Rahmen der Anerkennung hat der antragstellende Betrieb nachzuweisen, dass die Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz (VSG) eingehalten werden können. Der Betrieb hat zur Betriebsüberprüfung die Berufsgenossenschaft (BG) selbstständig einzuschalten.
Die Liste der örtlich zuständigen BG-Revisoren kann über die Internetseite der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst und Gartenbau (SVLFG) abgerufen werden. Sofern die letzte mängelfreie Prüfung des Betriebes weniger als ein Jahr zurückliegt, kann die entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung eingereicht werden, ohne dass eine erneute Überprüfung stattfinden muss.

2. Anerkennung von Ausbildern
Nach den rechtlichen Vorgaben darf nur derjenige Auszubildende einstellen, wer persönlich geeignet ist. Wer selbst als Ausbilder tätig werden will, muss persönlich und fachlich geeignet sein.
Die fachliche Eignung wird durch folgende Berufsabschlüsse erfüllt:
a) Landwirtschaftsmeister/in
b) Staatlich geprüfte/r Landwirtschaftsleiter/in (SgL) bzw. Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in (SgB)
c) Diplom-Agrar-Ingenieur (FH), Bachelor Sc.
d) Diplom-Agrar-Ingenieur, Master Sc.

Zudem ist ein Nachweis über berufs- und arbeitspädagogische Fähigkeiten sowie eine angemessene berufspraktische Tätigkeit erforderlich. Landwirtschaftsmeister haben die Ausbildereignung bereits im Rahmen ihrer Meisterprüfung nachgewiesen. Für die übrigen Abschlüsse ist eine separate Bescheinigung über die Ausbildereignungsprüfung erforderlich.
Die LWK Niedersachsen führt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungspartnern Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung durch. Interessenten sollten sich rechtzeitig hierzu anmelden.
Die persönliche Eignung ist durch Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses (im Original) nachzuweisen. Dieses kann bei der örtlichen Gemeindeverwaltung beantragt werden. Dem Antrag ist ein Schreiben der Landwirtschaftskammer über die Notwendigkeit eines erweiterten Führungszeugnisses beizufügen. Dieses Schreiben ist über die zuständige Ausbildungsberatung erhältlich.
 

Hinweis zur Ausbildungsbefugnis für den Beruf "Werker/in in der Landwirtschaft"

Für die Ausbildung im Beruf "Werker in der Landwirtschaft" nach § 66 BBiG gelten besondere Bedingungen. Neben einer vorherigen Ausbildertätigkeit in der Regelausbildung ist der Nachweis über die Teilnahme an einem sonderpädagogischen Zusatzkurs (SPZ, 80 Unterrichtsstunden) erforderlich.

 

3. Verfahrensweg für die Anerkennung
Einen Überblick zu den Anforderungen und den Verfahrensweg zur Antragstellung finden Sie im Merkblatt zur Betriebsanerkennung.
Wenn Sie Interesse haben, Ihren Betrieb als Ausbildungsstätte anerkennen zu lassen oder als Ausbilder in einem Betrieb tätig zu werden, so laden Sie sich die Antragsunterlagen aus dem Downloadcenter herunter und reichen Sie diese beim zuständigen Ausbildungsberater  ein. Dieser kann Ihnen auch Hilfestellung beim Antragsverfahren geben.
Anträge sind rechtzeitig, mindestens jedoch 2 Monate vor Beginn einer geplanten Ausbildung einzureichen. Vor der Anerkennung erfolgt eine Besichtigung des Betriebes durch die Landwirtschaftskammer, ggf. unter Hinzuziehung von Sachverständigen, um die betriebliche Eignung für die Ausbildung insgesamt einschätzen zu können.
Rechtsgrundlage für die Anerkennung als Ausbildungsstätte ist das Berufsbildungsgesetz vom 23.03.2005 (§§ 27 ff).

Kontakte

Marlies Logemann
Dipl.-Ing. agr.
Marlies Logemann

Ausbildungsberaterin Beruf Landwirt/in, Landjugend und Wettbewerbe

 0441 801-528

  marlies.logemann~lwk-niedersachsen.de


Larissa Trutwig
Larissa Trutwig

Fachreferentin Aus- und Fortbildung für die Berufe Landwirt*in und Fachkraft Agrarservice

 0441 801-317

  larissa.trutwig~lwk-niedersachsen.de


Mehr zum Thema

Arbeitsplatz

Niedersachsen unterstützt weiterhin betriebliche Ausbildung in der Corona-Krise

Auch im Jahr 2021 unterstützt das Land Niedersachsen die betriebliche Ausbildung. Neu ist eine pauschale Zahlung von 4.000 Euro für Kleinbetriebe, die mindestens einen Ausbildungsvertrag abschließen. Im Einzelnen bestehen folgende F&…

Mehr lesen...
Hofschild Wir bilden aus

"Wir bilden aus" - Werden Sie als Ausbildungsbetrieb erkennbar!

Mit den Materialien der Kampagne „Wir bilden aus - anerkannt durch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen“ können Sie für sich und um Nachwuchs werben.

Mehr lesen...
Betriebe stellen sich vor

Ausbildung ein Gesicht geben - Internetpräsenz leicht gemacht

Auf der Berufsorientierungswebsite "Talente gesucht" der LWK Niedersachsen können Sie als Ausbildungsbetrieb ihr individuelles Gesicht zeigen und sich schnell und unkompliziert eine Internetpräsenz zur Nachwuchswerbung …

Mehr lesen...

Auszubildende - Unterweisung im Arbeitsschutz

Eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen verpflichten den Arbeitgeber sämtliche Beschäftigte regelmäßig zu unterweisen. Für Auszubildende ist die Unterweisung ein wichtiger Schritt die Regelungen zur Arbeitssicherheit und…

Mehr lesen...
Bilder einer Ausbildung zum Landwirt

Vom A(usbildungsbeginn) bis zum Z(eugnis)

Ein Azubi ist gefunden, der Ausbildungsvertrag abgeschlossen und ein neues Ausbildungsjahr beginnt. Jedes Jahr ist anders, Ausbilder und Auszubildende müssen sich kennen lernen und viele Formalitäten sind zu erledigen. Hier finden…

Mehr lesen...

Veranstaltungen

Vortragstagung zur Pflanzenproduktion der Bezirksstelle Northeim

Online-Vorträge zu aktuellen Fragestellungen im Pflanzenschutz und Pflanzenbau unter Berücksichtigung von neuen Versuchsergebnissen, Empfehlungen für das Anbaujahr 2022. Dieses Webseminar wird als Ersatz für die abgesagte Pr&…

Mehr lesen...

Vortragstagung zur Pflanzenproduktion der Bezirksstelle Northeim

Northeim. Vorträge zu aktuellen Fragestellungen im Pflanzenschutz und Pflanzenbau unter Berücksichtigung von neuen Versuchsergebnissen, Empfehlungen für das Anbaujahr 2022. Aktueller Hinweis: Aufgrund der aktuellen …

Mehr lesen...
Hausmaus

Schadnagerbekämpfung

Schädlingsbekämpfung – ein wichtiger Baustein zu Vorratsschutz und Tiergesundheit. Schadnager können in landwirtschaftlichen Betrieben ernstzunehmende Probleme verursachen, wenn sie nicht sachgerecht und sorgsam bekämpft …

Mehr lesen...

AgrarBüromanagerin II in Meppen

Anknüpfend an die Inhalte des Grundkurses erwartet Sie in diesem Aufbaukurs ein Mix an unterschiedlichen Themen. Sie werten betriebliche Kennzahlen aus, werden mit den rechtlichen Aspekten von Heirat, Erbschaft und Co. vertraut gemacht und …

Mehr lesen...
Blühstreifen

Die neue GAP - neue Inhalte, mögliche Auswirkungen und notwendige Reaktionen der Landwirte

Im YouTube-Livestream Die neue GAP startet nach zwei Übergangsjahren 2021 und 2022 zum 1.1.2023. Bis Ende 2021 sollte Deutschland seinen Strategieplan bei der EU Kommission zur Genehmigung einreichen. Hier kam es zu Verzögerungen, …

Mehr lesen...
Offener Hof-Nachmittag

Den Hof öffnen. Eigene Angebote entwickeln.

Sa., 22.01.2022, 9:00 – 17:00 Uhr Sie haben einen landwirtschaftlichen Betrieb und würden gerne Ihren Beitrag zum Verbraucher-Dialog leisten? Und dies ggf. mit einem zusätzlichen Einkommen verbinden? Wir stellen Ihnen anhand …

Mehr lesen...