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Mittendrin im modernen Schweinestall

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Verbraucherbildung: Landwirtschaftskammer Niedersachsen nimmt mobiles Lernlabor zur Schweinehaltung in Betrieb

Lernlabor Schweinehaltung
Im mobilen Lernlabor für Schweinehaltung erläutert Projektleiterin Bettina Labesius (links) vom Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Niclas Thobe das Modell einer Mastbucht.Sarah Hilitzer
Echem – Schweinehaltung zum Anfassen: Mit einer mobilen Mitmach-Ausstellung regt das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Echem (Kreis Lüneburg) innovativ und leicht verständlich zum Nachdenken über ökologische Schweinehaltung an. Schüler*innen, Lehrkräfte und Verbraucher*innen sollen mit Hilfe des Lernlabors die Prozesse und Prinzipien der Tierhaltung noch besser verstehen.

Damit bekommt die Schweinhaltung in der seit Jahren etablierten Verbraucherbildung des LBZ Echem einen neuen Schwerpunkt. Die Mitmach-Ausstellung, die in einen PKW-Anhänger passt, umfasst sieben Exponate zu verschiedenen Aspekten der Schweinehaltung, die die Neugierde der Besucher*innen wecken und einen spielerischen Zugang zum Thema ermöglichen.

Infos zum Aufpreis für Bio-Wurst

Besucherinnen und Besucher können zum Beispiel die Bucht von Mastschweinen – je nach Haltungsform – nachbauen, einen Stall digital modernisieren oder per Münzeinwurf in Erfahrung bringen, wie der Aufpreis für eine Biowurst entsteht. Auf diese spielerische Weise werden grundlegende Kenntnisse über die moderne Schweinehaltung wertfrei und fundiert vermittelt; außerdem wird ein Bewusstsein für die Herkunft unserer regionalen Lebensmittel geschaffen. 

Die ökologische Erzeugung tierischer Produkte steht dabei im Fokus. „Schweinehaltung wird gesellschaftlich kontrovers diskutiert – wir wollen mit dem Lernlabor Tierhaltung greifbar und erfahrbar machen, Zusammenhänge in der Landwirtschaft vermitteln und das Verständnis für die Prozesse in der Produktion von Schweinefleisch fördern“, erläutert Projektleiterin Bettina Labesius vom LBZ. „Unser Lernlabor ermöglicht eine Auseinandersetzung mit dem natürlichen Verhalten von Schweinen, mit unterschiedlichen Haltungsbedingungen, mit der Perspektive der Tierhalterinnen und Tierhalter sowie mit dem eigenen Konsumverhalten.“

Angebot für Schulen, Verbraucherinnen und Verbraucher

Lernlabor Exponate vor Anhänger
Mobiles Lernlabor für Schweinehaltung: Exponate vor dem Anhänger.Anne Zetl
Nach intensiver Planungs- und Konstruktionszeit ist das Lernlabor ab sofort im Einsatz. In pädagogischen Angeboten beim Schweinestall des LBZ Echem und bei Besuchen in weiterführenden Schulen soll das mobile Lernlabor Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II erreichen. Auch Fortbildungen für Lehrkräfte sind geplant. 

Zudem will das LBZ-Team mit der mobilen Ausstellung bei Messen, Festen oder Aktionstagen mit Verbraucher*innen ins Gespräch kommen. Die komplexen Zusammenhänge in der Tierhaltung können so einer breiten Gruppe von Konsument*innen näher gebracht werden.

Das LBZ Echem liegt unweit des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue und ist die zentrale Aus- und Weiterbildungsstätte für die Tierhaltung der LWK. Dort finden neben der Überbetrieblichen Ausbildung in der Rinder- und Schweinehaltung für alle niedersächsischen Auszubildenden des Berufes Landwirt*in auch Weiterbildungs-Seminare für landwirtschaftliche Profis sowie Veranstaltungen zum Erzeuger-Verbraucher-Dialog statt.

Das dreijährige Projekt „Lernlabor ökologische Schweinehaltung“ dauert noch bis Dezember 2023 und wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL). Auch nach Ende der Projektlaufzeit wird das Lernlabor im Einsatz sein.

Ausführlicher Bildtext:
Projektleiterin Bettina Labesius (links) vom Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Echem (Kreis Lüneburg) erläutert Niclas Thobe das Modell einer Mastbucht der Haltungsform 3 oder 4, die zum neuen mobilen Lernlabor ökologische Schweinehaltung des LBZ gehört. In dem Exponat geht es uns darum, sichtbar zu machen, wie sich die Haltungsbedingungen bei den vier Stufen des Labels „Haltungsform“ des Lebensmitteleinzelhandels verändern. Foto: Hilitzer/Landwirtschaftskammer Niedersachsen


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