Permakultur ist ein zusammengesetztes Wort aus den englischen Begriffen "permanent" und "agriculture". Es heißt übersetzt permanente Landwirtschaft, dauerhafte Kultivierung. Es begann eine Suche nach Landnutzungsformen, die im Einklang mit der Natur stehen, die Bodenfruchtbarkeit schonen, kaum Abfall erzeugen und die Artenvielfalt erhöhen. Das war die Grundidee der Namensgeber aus Australien, die nach einer zukunftsfähigen Landwirtschaft suchten, und 1981 mit einem Award dafür ausgezeichnet wurden. Diese Grundidee hat sich über die Jahre verändert.
Von der Grundidee der Permakultur geblieben ist, dass Kreisläufe in der Natur nachgeahmt werden sollen, eine Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung. Dahinter steckt eine ökologische Lebensphilosophie. Eine Optimierung der Permakultur erfolgt durch eine langfristige Produktivität, die kontinuierlich beobachtet und evaluiert wird. Ziel ist die bestmögliche Selbstregulation durch geringe und behutsame Eingriffe mit wenig Technik und Energie.

Permakultur wird als Dauerkultur bezeichnet. Gärtner lernen von der Natur und nehmen natürliche Kreisläufe zum Vorbild. Es werden ideale Bedingungen für Mensch, Tier und Pflanze im Garten geschaffen. Nachhaltig, biologisch und dauerhaft Gärtnern mit breiter Artenvielfalt bedeutet Permakultur in unseren heutigen Gärten.
Die Möglichkeiten zur Umsetzung von Permakultur in Gärten sind ebenso vielfältig. Es beginnt mit Bodenfruchtbarkeit: humoser Boden, eigene Kompostwirtschaft und der Verwendung von Kompost, Mulchmaterial sowie Gründüngung. Ein vielseitiger Garten mit Hochbeet, Hügelbeet, Trockenmauer, Steinbeet, Teich, Feuchtbiotop, Gemüse, Stauden, Kräutern, Wildkräutern, Blumenwiese, heimischen Sträuchern, Beerensträuchern und Obstbäumen sorgt für eine Vielfalt an Lebensräumen für Mensch, Tier und Pflanze. Je vielfältiger mein Garten ist, desto mehr mache ich als Gärtner für die Natur. Diese Grundidee verbirgt sich auch hinter dem Stichwort Biodiversität: Artenvielfalt durch Nutzungsvielfalt.

Permakultur im Garten fördert Nachhaltigkeit durch natürliche Kreisläufe, Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit. Ideal für Mensch, Tier und Pflanze.
Möchten Sie aus Sicht des Gartenbesitzers mehr zum naturnahen Gärtnern wissen, lesen Sie den Artikel "Naturnah Gärtnern-nachhaltig in Zeiten des Klimawandels" Bodenfruchtbarkeit ist die Grundlage des erfolgreichen und naturnahen Gärtnerns. Schaffen Sie Ihren humosen Boden im Gemüse- und im Staudenbeet ebenso wie unter Gehölzen. Durch Bodenverbesserung mit Kompost oder Mulchmaterial, Förderung der Bildung von Ton-Humus-Komplexen, einer lockeren Bodenstruktur zur leichteren Durchwurzelung der Pflanzen sowie optimalen pH-Wert und ausgewogenes Nährstoffangebot für die Pflanzen.
Wir Garten-Kolleginnen bieten Ihnen neben Seminaren auch Vorträge zu aktuellen Gartenthemen sowie Beratungen zur Grüngestaltung auf landwirtschaftlichen Betrieben. Fragen Sie gern!





















