Wir bieten Lösungen - regional & praxisnah!
Webcode:01025195

Kulinarischer Bauernhof - Das Erkennungszeichen für Bauernhofcafés

Einkehrmöglichkeiten auf dem Lande gibt es viele, aber echte „Bauernhofcafés“ findet der Verbraucher nicht überall. Um das Besondere der niedersächsischen Bauernhofgastronomie hervorzuheben und Klarheit für den Verbraucher zu schaffen, wurde jetzt das Zeichen "Kulinarischer Bauernhof" von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Marke angemeldet.

Kulinarischer Bauernhof
Kulinarischer BauernhofSabine Hoppe
Das Zeichen "Kulinarischer Bauernhof" wird in Zusammenarbeit mit niedersächsischen Bauernhofgastronomen von der Landwirtschaftskammer vergeben und kontrolliert. Auf diese Weise können die Gäste sich darauf verlassen, dass der Betrieb in Kombination mit einem Bauernhof geführt wird. Darüber hinaus müssen die Zeichenträger „Kulinarischer Bauernhof“ gewisse Anforderungen erfüllen. So bieten diese Betriebe überwiegend selbst gebackenen Kuchen und Spezialitäten aus der eigenen Küche an.

Das Zeichen soll auf der einen Seite für Transparenz beim Gast führen – auf der anderen Seite soll es aber auch die Existenz von landwirtschaftlichen Betrieben sicherstellen. Gerade diejenigen Betriebe, deren Flächenausstattung nicht mehr ausreicht, um nach den heutigen Maßstäben überlebens- oder gar wachstumsfähig zu bleiben, sind oft auf ein zweites Standbein angewiesen. Diese oft seit mehreren Generationen in derselben Hand befindlichen Betriebe stellen ein Stück Kulturgut dar, das es zu schützen gilt und an dessen Urtümlichkeit und Gemütlichkeit interessierte Gäste teilhaben können.

 

 Gemütlich einkehren auf den "Kulinarischen Bauernhöfen", hier geht es:

 

Welche Rahmenbedingungen müssen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb vorliegen, um das Zeichen zu bekommen?
Das Zeichen können landwirtschaftliche Unternehmen bekommen, die ein gastronomisches Angebot haben. Dabei wird als Landwirt bezeichnet, wer ein auf Bodenbewirtschaftung beruhendes Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne von § 1 Abs. 5 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) betreibt.
„Unternehmen der Landwirtschaft“ sind Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft einschließlich des Garten- und Weinbaus, der Fischzucht und der Teichwirtschaft. Zu ihnen zählen darüber hinaus die Imkerei, die Wanderschäferei, die Binnenschifferei und die Kleine Hochsee- und Küstenfischerei.
Wenn der gastronomische Betriebszweig als selbstständiges Unternehmen durch Familienmitglieder geführt wird, genügt eine Verwandtschaft mit dem Betriebsleiter in gerader Linie oder bis zum 2. Grad der Seitenlinie (Ehefrau, Kinder, Eltern, Geschwister des Betriebsinhabers). In diesem Fall muss die Kooperation mit dem landwirtschaftlichen Betrieb schriftlich vereinbart sein.


Welche Voraussetzungen muss der gastronomische Betriebszweig erfüllen?
Die Zeichennutzer „Kulinarischer Bauernhof“ legen Wert darauf, dass ihre Betriebe einen großen Teil der Speisen selber herstellen (keine bloße Regenerierküche, in der industriell hergestellte Speisen thermisch wieder aufbereitet und anschließend ausgegeben werden). Daher darf laut Punkt 3.4 der Nutzungsbedingungen für die Zeichennutzung „Kulinarischer Bauernhof“ der Zukauf von vorgefertigten bzw. verzehrsfertigen Backwaren wie Kuchen, Torten, Brot, Brötchen und anderen Bäckereierzeugnissen und von anderen Fertiggerichten wie Suppen, Fleischgerichten und Süßspeisen maximal 10 Prozent des Gesamtumsatzes der Speisen betragen; es sei denn, sie kommen aus der Produktion von anderen landwirtschaftlichen Betrieben im Sinne der Nutzungsbedingungen (Punkt 3.1).

Generell sehen es die Zeichennutzer als wünschenswert an, beim Zukauf von Zutaten für das Speiseangebot des Betriebes einen hohen Anteil der Produkte von anderen Bauernhöfen bzw. kleinen Handwerksbetrieben aus der Region zu beziehen.

Der Zeichennutzer muss selbstverständlich die gesetzlichen Anforderungen und Kennzeichnungspflichten in Urproduktion, Verarbeitung und Verkauf erfüllen. Zur Sicherung der Lebensmittelhygiene führt er betriebseigene Maßnahmen und Kontrollen in Anlehnung an die Hygieneleitlinie für Direktvermarkter bzw. für Gastronomie oder anhand vergleichbarer Leitlinien durch.
 

Was kostet es, das Werbezeichen zu führen?
Für die erstmalige Verleihung der Nutzungsrechte inklusive Emailleschild fällt eine einmalige Gebühr von 250 € zzgl. Mehrwertsteuer an. In diesem Betrag ist die Jahresgebühr für das erste Nutzungsjahr enthalten. Ab dem zweiten Nutzungsjahr wird eine jährliche Gebühr von 50 € zzgl. Mehrwertsteuer erhoben.

Was bekommt der Betrieb für die Gebühr?
Neben dem Emailleschild und dem Zeichen in digitaler Form erhält der Zeichennutzer nach der Anerkennung das Recht, das Zeichen „Kulinarischer Bauernhof“ zu nutzen. Er darf das Zeichen zu Werbezwecken und zur Information von Touristen verwenden. Des Weiteren werden mit den Zeichennutzungs-Gebühren die Öffentlichkeitsarbeit und die Gemeinschaftswerbung finanziert. Eingetragen werden alle niedersächsischen Zeichennutzer auch automatisch ins Internetportal der Landwirtschaftskammer Niedersachsen www.service-vom-hof.de.

An wen muss sich ein Betrieb wenden, wenn er das Zeichen nutzen möchte?
Interessierte stellen einen Antrag bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (siehe Kontakt unten). Die Landwirtschaftskammer überprüft die Angaben des Betriebes und holt ggf. weitere Informationen ein. Anschließend wird im Beirat über die Anerkennung des Betriebes als Zeichennutzer entschieden. Bei positiver Entscheidung schließen der Bewerber und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine schriftliche Vereinbarung. Sie beinhaltet die Rechte und Pflichten beider Parteien sowie die Details zur Verwendung des Zeichens.
Der Beirat besteht aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern – sechs Vertreter der Zeichennutzer und ein Vertreter der Landwirtschaftskammer – die alle drei Jahre im Rahmen der Zeichennutzerversammlung gewählt werden.

Kann ich das Zeichen verlieren?
Die Zeichennutzungsrechte können untersagt werden, wenn die Nutzungsbedingungen oder die sonstigen Vertragsbestandteile nicht eingehalten werden.
 

Kontakte

Sabine Hoppe
Dipl.oec.troph.
Sabine Hoppe

Beraterin Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte

 0441 801-809

  sabine.hoppe~lwk-niedersachsen.de


Mehr zum Thema

Kalender verwalten

Digital für Ihre Gäste & Kunden

Erreichen Sie Ihre Kunden und Gäste schon auf digitalem Weg? Auch in der Branche der Direktvermarktung, Hofgastronomie und des Landtourismus werden die Anforderungen an die Digitalisierung immer größer. Nicht nur der Kunde wird …

Mehr lesen...
Feedback

Bewertungsportale können den Umsatz ankurbeln

Bewertungsportale sind für viele Kunden die erste Anlaufstelle, bevor sie sich entscheiden und Geld ausgeben. Sie sind für viele Kunden nicht mehr wegzudenken. Auch Unternehmen können davon profitieren. Grund genug, genauer …

Mehr lesen...
Kirschtorte

Der Aufbau einer Bauernhofgastronomie braucht Zeit, Fachwissen und Geld

Die wichtigste Bedingung für den Einstieg in die Bauernhofgastronomie ist die positive Einstellung zu der Arbeit mit fremden Menschen. Darüber hinaus gilt wie in (fast) jeder Branche: Ohne Startkapital, gutes Konzept und solides Fachwissen …

Mehr lesen...
Euro-Geldscheine und -Münzen

Sponsoring - Eine Überlegung wert

Die steigende Konkurrenz zwingt viele Unternehmen zum Umdenken. Sponsoring bietet etwas, das mit regulärer PR-Arbeit oder eben klassischem Marketing nur schwer zu erreichen ist: Emotionale Bindung an ein Unternehmen oder sogar an ein einziges …

Mehr lesen...

Trikot- und Bandenwerbung - Was bringt das?

Wer sich einen Namen machen möchte, muss werben. Neben Klassikern wie Flyer und Co. bietet sich auch Werbung auf Trikots und Banden an.

Mehr lesen...
Werbung mit Megafon

„Das Wetter wird Ihnen präsentiert vom Hofladen Müller“

Direktvermarkter wissen: Die Konkurrenz ist groß. Deshalb muss Werbung sein. Möglichkeiten sind auch Wetterpatronate. Man spricht auch vom Wetter-Sponsoring.

Mehr lesen...

Veranstaltungen

Milchübernahme

Weiterbildung Milchsammelwagenfahrer

Dieses Webseminar richtet sich an alle Milchsammelwagenfahrer, die bereits an einer Grundschulung erfolgreich teilgenommen haben.   Inhaltlich werden wir neue Aspekte des Milchrechtes,  aktuelle Punkte bei der …

Mehr lesen...

Schafschurlehrgang für Einsteiger und Fortgeschrittene, vereinfachte Technik für das Scheren mit der Handmaschine

Vereinfachte Technik für das Scheren mit der Handmaschine Zweitägiger Lehrgang im LBZ Echem Ziel ist der sichere Umgang mit der Schermaschine und den Tieren, um die eigenen Schafe sachgerecht schweren zu können. Vermittelt werden…

Mehr lesen...
Modellschwein für Schulungszwecke

Nottötung von Schweinen im landwirtschaftlichen Betrieb

In diesem halbtägigen Seminar bieten wir Ihnen die Möglichkeit ihr Wissen rund um das Thema Nottöten von Schweinen im landwirtschaftlichen Betrieb aufzufrischen und zu vertiefen. Dabei werden unter anderem die Fragen geklärt: …

Mehr lesen...

Schwierige Situationen in der Beratung

Veranstaltung für Berater im Rahmen der Einzelbetrieblichen Beratungsförderung (EB). Diese Veranstaltung ist als 1-tägige Fortbildung im Rahmen der Förderung der einzelbetrieblichen Beratung (EB) in Niedersachsen und Bremen …

Mehr lesen...
Berggarten Hannover-Herrenhausen

Fachexkursion in den Berggarten Hannover - Staudenpflanzungen

Die Exkursion führt uns zu verschiedenen Staudenpflanzungen im Berggarten Hannover, dem international bekannten Botanischen Garten. Je nach Entwicklungszustand der Vegetation verweilen wir länger bei den Prä…

Mehr lesen...
Eden Rose

Gartenfahrt in den Landkreis Stade

Der erste Garten unserer Tour 2022 liegt in Ahlerstedt im Landkreis Stade. Hier findet man auf 3000 m² Rosen, Stauden, Buchs- und Buchenhecken sowie eine großzügige Teichanlage. Weiter geht es nach Harsefeld in einen romantischen…

Mehr lesen...